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1. Funkgeräte
    1.1 UKW-Sprechfunk / DSC
    1.2 Erdung von Funkgeräten
    1.3 AIS
    1.4 NAVTEX
2. Echolote / Fishfinder
    2.1 Sendefrequenzen von Gebern
3. Datentransfer
4. Führerscheine / Funklizenzen
    4.1 Sportboot Führerschein Binnen (SBF Binnen)
    4.2 Sportbootführerschein See SBF See
    4.3 Sportküstenschifferschein SKS
    4.4 Sportseeschifferschein SSS
    4.5 Sporthochseeschifferschein SHS
    4.6  Fachkundenachweises (FKN) für Seenotsignalmittel nach dem Sprengstoffrecht
    4.7 UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk (UBI)
    4.8 Beschränkt gültiges Funkbetriebszeugnis Short Range Certificate (SRC)
    4.9 Allgemeines Funkbetriebszeugnis Long Range Certificate (LRC)

1. Funkgeräte für UKW

Der Sprechfunk über Ultrakurzwelle (UKW) besitzt trotz der Entwicklung der mobilen Telefonie immer noch wesentliche Bedeutung in der See- und Binnenschifffahrt. Die Kommunikation von Schiffen untereinander (Seefunkstellen) und mit Küstenfunkstellen, Häfen, Schleusen und Schiffslenkungsdiensten wird über UKW abgewickelt. Über UKW werden Wetterberichte und nautische Warnmeldungen regelmäßig gesendet. Nach wie vor werden Seenotrufe und der entsprechende Seenotverkehr über UKW-Kanäle abgesetzt beziehungsweise durchgeführt. Segelyachten und Motorboote können der gesetzlichen Ausrüstungspflicht mit einem UKW-Gerät unterliegen, aber auch für nicht ausrüstungspflichtige Sportschiffe ist der Einbau eines UKW-Gerätes ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit.

Grundsätzlich kann jedes Boot am mobilen Seefunk und Binnenschifffahrtsfunk teilnehmen, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  1. Das Funkgerät muss für den Seefunk zugelassen sein (in Deutschland durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie). Für den Binnenschifffahrtsfunk sind Geräte erforderlich, die ein ATIS-Signal aussenden, mit der die Funkstelle identifiziert werden kann. Die ATIS-Kennung besteht aus einem Landeszeichen und dem codierten Rufzeichen der Schiffsfunkstelle. Kompakte UKW-Anlagen für die Sportschifffahrt sind als Kombi-Geräte für beide Betriebsarten einsetzbar.
  2. Es muss für die Funkanlage eine Rufzeichenzuteilung durch die Bundesnetzagentur vorliegen, die eine Nummernzuteilungsurkunde ausstellt.
  3. Der Schiffsführer muss ein ausreichend gültiges Funkbetriebszeugnis besitzen. Für die Sportschifffahrt ist das SRC ( Short Range Cerfificate) für den UKW-Seefunk vorgeschrieben, das UKW-Sprechfunkzeugnis UBI gilt für den Binnenschifffahrtsfunk.

1.1 DSC-UKW-Sprechfunk

Das herkömmliche Sprechfunkverfahren über UKW mit Anruf- und Seenotkanal 16 ist weitgehend durch das DSC-System (Digital Selective Calling) ersetzt worden. Das DSC-System ist wesentlicher Bestandteil des 'Global Maritime Distress and Safety System' GMDSS, das weltweite Seenot- und Sicherheitsfunksystem. Je nach Seegebiet müssen Seefunkstellen im GMDSS mit DSC-Funkanlagen für UKW ausgerüstet sein. UKW-DSC-Anlagen bestehen aus der Alarmierungseinrichtung, dem DSC-Kodierer und der Sprechfunkanlage. Der komplette DSC-Verkehr im UKW-Bereich wird über Kanal 70 abgewickelt, der für den normalen Sprechfunkverkehr gesperrt ist.

Im DSC-System besitzen alle Funkstellen wie Schiffe und Küstenfunkstellen eine eigene Identitätsnummer, die MMSI (Maritime Mobile Service Identity). Über diese Nummer können einzelne Schiffe und Landstationen individuell angerufen werden, ohne den bisher üblichen Anruf über Kanal 16. Ebenso können programmierbare Gruppenanrufe abgesetzt werden. Die Überwachung der Seenot- und Sicherheitsfrequenzen erfolgt im DSC-System automatisch auf Kanal 70, so dass keine ständige Hörwache auf Kanal 16 mehr erforderlich ist. Die Aussendung eines Seenotrufes erfolgt durch Drücken der Distress-Taste bei DSC-Anlagen automatisch. Dabei werden die Identität des Senders (MMSI), Zeit und Ursache des Notrufes mit übermittelt. Sofern ein GPS-Empfänger an die DSC-UKW-Anlage angeschlossen ist, wird auch automatisch die Position des Senders gesendet. Über DSC werden der Not-, Dringlichkeits-, Sicherheits- und Routineverkehr von Schiffen untereinander und zwischen Schiffen und Landstationen übermittelt.

Muss ein Funkgerät an Bord sein?

  • Für privat genutzte Sportschiffe besteht keinen generelle Ausrüstungspflicht.
  • Bei gewerblichen Schiffen über 12 m ist allerdings ein Funkgerät vorgeschrieben.
Info: Man sollte jedoch bedenken, dass im Notfall das Seefunkgerät (Feststation mit 25 W Sendeleistung) mit seiner Reichweite von bis zu 40 Seemeilen die beste Möglichkeit ist einen Notruf abzusetzen. 

Muss Englisch gesprochen werden?

Die internationale Funksprache ist englisch 

Info: Aus diesem Grund ist die Überprüfung der Englisch-Kenntnisse Bestandteil der Prüfungen zu den Funkzeugnissen SRC und LRC.

Ist DSC wichtig?

  • nur mit einem DSC-Notruf können Sie schnell und präzise einen Notruf absetzen.
  • alle wichtigen Daten werden automatisch Übertragen:
    Arte des Notfalls (falls kein allgemeiner Notruf gesendet wird)
    MMSI Nr. (darüber kann die Rettungsleitstelle alle wichtigen Informationen zum Schiff erhalten)
    Position des Schiffes (sofern mit einem GPS verbunden)
    Uhrzeit
  • Im Gegensatz zum Sprechfunk besteht beim DSC eine Abhörpflicht für Ausrüstungspflichtige Schiffe
  • Eine Fehlerfrei Weiterleitung des Notrufes ist problemlos möglich.

Wer muss ein Funkzeugnis besitzen?

  • Der verantwortliche Schiffführer muss im Besitz der Lizenzen für die an Bord befindlichen Kommunikationseinrichtugen sein.
  • Wer gegen diese Regelung verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Diese kann mit einem Bußgeld geahndet werden
Info: Entgegen anders lautender Meldungen bezieht sich diese Regelung ausschließlich auf den Schiffsführer. Es reicht nicht aus wenn ein Crewmitglied die Lizenzen besitzt.

Muss ein Seefunkgerät zugelassen werden?

  • JA, alle an Bord befindlichen Seefunkgeräte müssen bei der Bundesnetzagentur angemeldet werden.
  • Nähere Informationen gibt es bei der Bundesnetzagentur Außenstelle Hamburg unter der Rufnummer: 040 / 2 36 55 – 0 oder im Internet unter: www.bundesnetzagentur.de.

Wer muss Funkwache halten?

  • Alle Ausrüstungspflichteigen Schiffe müssen Funkwache im DSC-Funk halten.
  • Alle Schiffe die sich im Bereich des Seefunks befinden und ein Funkgerät mit DSC-Controller an Bord haben müssen diesen einschalten.
  • Eine Abhörpflicht für den Kanal 16 des Sprechfunks gibt es nicht mehr.
Info: Wer sein DSC-fähiges Gerät im Seefunk nicht einschaltet begeht einen Ordnungswidrigkeit. Im Einzelfall kann das auch als unterlassene Hilfeleistung geahndet werden. Die gute Seemannschaft gebietet es , das jeder der ein Funkgerät an Bord hat dies auch einschaltet und so gut wie möglich abhört. Wer will, dass man Ihm hilft sollte schließlich auch bereit sein anderen zu helfen.

Wie kann ich einen Notruf absetzen?

  • Ein DSC Notruf über Kanal 70
  • Ein Notruf im Sprechfunk über Kanal 16
  • Kontakt zur Seenotleitung Bremen über
    Tel.: +49 (0) 421 536 87-0
    Fax: +49 (0) 421 536 87 14
    Mobil: 124 124

Info: Ein Notruf über Funk wird immer auch von den Schiffen in Ihrer Umgebung empfangen, so dass in der Regel schneller jemand zur Rettung bei Ihnen eintreffen kann.

Was kostet die Rettung aus Seenot?

  • In einem echten SAR-Notfall (Search and Rescue), bei dem Menschleben in Gefahr sind, entstehen dem betroffenen Skipper keine Kosten für den Rettungseinsatz.
  • Ein Fehlalarm muss sofort per Sprechfunk oder Telefon an die entsprechende Seenotleitstelle (in Deutschland ist das die Seenotleitung in Bremen) gemeldet werden um einen Rettungseinsatz zu unterbinden.

Wer trägt die Kosten eines Fehlalarms?

Im Grundsatz gilt, dass derjenige der versehentlich einen Notruf sendet und diesen nicht sofort per Sprechfunk zurückzieht, für die Kosten der unnötigen Rettungsaktion herangezogen werden kann.

 

Info: Die DGZRS berechnet z.B. 200 Euro pro Stunde max. 400 Euro. (Quelle: Informationen für den Wassersport Herbst 2011 der DGZRS)

Wo müssen Funkgeräte zugelassen werden?

Alle Seefunkgeräte müssen angemeldet werden bei:

Bundesnetzagentur
Außenstelle Hamburg
Sachsenstr. 12+14
20097 Hamburg

Tel.: (040) 23655 – 0
Fax: (040) 23655 – 182
www.bundesnetzagentur.de

Die Bundesnetzagentur erteilt auch gerne Auskünfte zu Fragen welche Geräte Sie wo oder wie benutzen dürfen.

Wo dürfen welche Geräte genutzt werden?

  Binnenfunk Sprechfunk See DSC-Funk See
Handfunkgeräte Nein Ja Nein
Feststationen Ja Ja Ja

Was ist ATIS?

ATIS: Automatic Transmission Identification System

Alle deutschen Schiffe müssen im Binnenfunk ein Gerät mit ATIS haben. ATIS dient zur Erkennung des Absenders von Funksprüchen durch offizielle Behörden. Die ATIS-Nr. ist ein 10stelliger Zahlencode.

Was ist DSC?

DSC: Digital Selective Call

Beim DSC-Funk werden Textnachrichten an ausgewählte (Selektierte) Empfänger gesandt. Besonders wichtig ist DSC im Seenotfall, da hiermit ein Notruf mit Position des Schiffes (wenn GPS angeschlossen) und der Uhrzeit des Notrufs an alle DSC -Teilnehmer gesandt werden kann.

Welches Funkzeugnis berechtigt zur Teilnahme an welchem Funkbereich?

  Binnenfunk Sprechfunk See DSC-Funk See
Sprechfunkzeugnis Ja Ja Nein
Sprechfunkzeugnis mit GMDSS Erweiterung Ja Ja Ja
Betriebsfunkzeugnis Ja Ja Ja
UBI Ja Nein Nein
SRC Nein Ja Ja
LRC Nein Ja Ja

1.2 Erdung von Funkgeräten

Für die störungsfreie Funktion von elektrischen Anlagen, Wetterfax-Empfängern und Funkgeräten ist besonders auf GFK-Booten eine ausreichende Erdung notwendig. Mit einer richtig installierten Funktionserdung lässt sich der Empfang besonders im Hochfrequenzbereich verbessern. Das den Schiffsrumpf umgebende Wasser ist dabei die Masse, die über Erdungsplatten mit Elektrik oder Elektronik verbunden werden muss. Die Kriterien im HF-Bereich sind eine kurze Leitungslänge, eine große Leiteroberfläche, geringe Induktivität und ein großflächiger Kontakt. Erdungsplatten aus Sinterbronze sind gut geeignet, da die raue Bronze einen hervorragenden Kontakt zum Wasser liefert. Gerade bei HF-tauglichen Antennen mit symmetrischer Form kann eine sorgfältig montierte Erdung Störungen reduzieren. Die Geräte werden über Leitungen mit ausreichendem Querschnitt direkt mit der Platte am Rumpf verbunden.

1.3 AIS

Die Abkürzung AIS bezeichnet ein Automatisches Schiffs-Identifikations-System, das für die kommerzielle Schifffahrt über 300 BRZ international vorgeschrieben ist und einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit auf See darstellt. Seit 1. Juli 2008 sind auch Schiffe über 500 BRZ in nationaler Fahrt mit AIS ausrüstungspflichtig. Ein AIS Gerät sendet eigene Schiffsdaten mit der MMSI-Nummer, Position, Kurs und Geschwindigkeit und empfängt entsprechende Informationen von anderen Schiffen.

AIS in der Sportschifffahrt
Die Ausrüstung mit AIS-Geräten ist für die nicht gewerbliche Sportschifffahrt noch nicht vorgeschrieben. Der Einsatz ist allerdings auch auf Yachten ein wesentlicher Beitrag zur Sicherheit auf See. Position, Kurse und Geschwindigkeiten von Schiffen können frühzeitig erkannt werden und damit Kollisionsgefahren vermieden werden. Mit AIS ausgerüstete Sportschiffe werden von der Berufsschifffahrt schon in einem Abstand von 20-30 Seemeilen erkannt, es können rechtzeitig Ausweichmanöver eingeleitet werden. Umgekehrt erhält auch der Sportskipper ein eindeutiges Bild über die Verkehrssituation und kann sich in der Navigation darauf einstellen. AIS ist ein weltweiter Standard, der mit Schiffen aller Nationen in jedem Revier funktioniert.

AIS-Geräte für Sportboote müssen mit einem GPS-Empfänger gekoppelt sein. Die Darstellung der AIS-Signale mit den Daten erfolgt auf Bildschirmen wie Kartenplottern oder Radargeräten. Multifunktionsdisplays und PC-Software müssen allerdings AIS-kompatibel sein, was bei modernen Systemen immer der Fall ist. Die Darstellung der AIS-Signale auf Kartenplottern ist optimal, da die Positionen der sendenden Schiff direkt in der Seekarte angezeigt werden. Die Darstellung der AIS-Daten ist eindeutig, auch den ungeübten Sportschiffer stellt AIS vor keine Probleme.

Die meisten AIS-Geräte sind zusätzlich mit einer Alarmfunktion ausgerüstet, über die ein Sicherheitsradius programmiert werden kann. Bei Eintritt eines Schiffes in den Sicherheitsabstand erfolgt automatisch eine Alarmierung. Der Skipper muss also nicht permanent Bildschirm und Verkehrssituation beobachten. Besonders bei Nacht und unsichtigem Wetter lassen sich durch AIS kritische Situationen und unklare Annährungen wesentlich vermeiden.

Funktionsweise von AIS
AIS-Signale werden über zwei reservierte UKW-Kanäle auf festgelegten Frequenzen über einen AIS-Transponder ausgesendet. AIS sendet abwechselnd auf den zwei Kanälen. AIS 1 auf 161,975 MHz, AIS 2 auf 162,025 MHz. Die Reichweite hängt wie beim normalen UKW-Funk weitgehend von der Antennenhöhe aus, mit 20-30 Seemeilen Reichweite kann man rechnen. Als Antenne kann jede für das UKW-Seefunkband abgestimmte Antenne verwendet werden. Die Nutzung einer vorhandenen UKW-Antenne ist über besondere Splitter möglich, so dass keine zweite Antenne mit entsprechender Verkabelung installiert werden muss. Besonders geeignet sind besondere UKW/GPS-Antennen für AIS, die beide Betriebsarten baulich integriert haben. Das Empfangen und Senden im AIS-System ist kostenlos und bedarf keiner besonderer Genehmigung.

Folgende Informationen werden übertragen:

Dynamische Daten:

  • Exakte Position des Schiffes
  • Exakte Angabe der Geschwindigkeit und Kurs über Grund
  • Bewegungsverhalten des Schiffes

Reisebezogene Daten:

  • Tiefgang
  • Zielhafen
  • geplante Ankunftszeit
  • Ladung des Schiffes

Statische Daten:

  • Schiffsname
  • internationales Funkrufzeichen (MMSI)
  • Schiffstyp und Abmessungen

AIS-Geräte sind als Empfänger- und Sende-Anlagen erhältlich. Reine Empfänger-Geräte empfangen zwar Übertragungen von AIS-Transpondern, können aber selbst keine Daten senden.

AIS-Empfänger und Sender sind in 2 Klassen unterteilt:

  1. Klasse A-Transreceiver sind für die Berufsschifffahrt konzipiert. Sie sind international für Schiffe über 300 BRZ vorgeschrieben. A-Transreceiver besitzen eine höhere UKW-Signalstärke als Klasse B-Transreceiver, mit höherer Reichweite und häufigerer Aussendung wegen der höheren Geschwindigkeit.
  2. Klasse B-Transreceiver sind kostengünstiger und arbeiten mit weniger Leistung. Sie übertragen mit geringerer Signalstärke und niedrigerer melderate. Sie können in der Sportschifffahrt und auf nicht ausrüstungspflichtigen Schiffe eingesetzt werden.

1.4 NAVTEX

Navtex ist die Bezeichnung für Navigational Information over Telex und ist ein internationales Funksystem für die Aussendung von nautischen Warnnachrichten, Wetterberichten, Sturmwarnungen und Sicherheitsmeldungen für die Schifffahrt. Navtex ist ein Bestandteil des weltweiten Global Maritime Distress and Safety System GMDSS. Die Nachrichten werden in englischer Sprache auf der Kurzwellen-Frequenz 490 kHz gesendet, in einigen Ländern auch in Landessprachen auf 490 kHz. Die Reichweite beträgt bis zu 600 Seemeilen.

Für das Navtex-Verfahren sind weltweit 16 'Navareas' unterteilt, für die einzelne Sender den Funkdienst leisten. Die Sender sind mit Buchstaben von A-Z bezeichnet. Für Deutschland sendet zum Beispiel seit 2006 der Navtex-Sender in Pinneberg und ist damit für die deutsche Küste und Teile der Nord- und Ostsee zuständig.

Über Navtex werden folgende Meldungsarten gesendet:

  • A  Navigationswarnungen
  • B  Meteorologische Warnungen
  • C  Eisberichte
  • D  SAR-Meldungen
  • E  Wettervorhersagen
  • F  Lotseninformationen
  • G  AIS-Informationen
  • H  Loran-Warnungen
  • I  Omega-Warnungen
  • J  Satellitennavigations-Warnungen
  • K  Warnungen für andere elektronische Navigationssysteme
  • L  weitere Navigationswarnungen

Wetterempfänger, die ausschließlich auf der Frequenz 147,3 arbeiten, sind nur für den Empfang von Wetterberichten in Nord- und Ostsee tauglich. Die Langwellenfrequenz auf 147,3 kHz ist allerdings im Mittelmeer nicht zu empfangen, dort wird ein Kurzwellenempfänger nötig sein. Ein Navtex-Gerät ist für den europa- und weltweiten Einsatz die beste Lösung. Fest installierte Geräte bestehen aus einer kleinen Aktiv-Antenne und dem Empfänger mit Display und/oder Drucker. Die Geräte brauchen sehr wenig Strom. Tragbare Navtex-Empfänger mit integrierter Ferritstabantenne und LCD-Monitor sind erhältlich.

Meldungen sehen beispielsweise wie folgt aus:

ZCZC LE05

031452 UTC MAR
ROGERLAMD RADIO WEATHER-FORECAST
MELDUNG ....
NNNN

ZCZC JE92 Error Rate= 0,0 %
170500 UTC MAY
SWEDISH WEATHER SHIPPING
WEATHER SUMMAR
FROM HIGH IN GREENLAND RIDGE OF HIGH SOUTHEASTWARDS
TO SWEDEN, WEAK AREA OF LOW OVER WEST_EUROPE: LOW
NORTHWEST OF LOFOTEN ISLANDS LATER TODAY DEEPENING.
GALEWARNINGS NIL
FORECAST VALID 24 HOURS
SKAGERRAK; KATTEGAT; THE SOUND:
AROUND EAST 3-7 M/S SOMEWHAT INCREASING; IN WESTERN
PART OF SKAGERRAK DURING DAY AROUND 10.
MAINLY GOOD VIS, IN SKAGERRAK AT TIMES SOME RAIN.
THE BELTS; WESTERN BALTIC: Belt,
EASTERLY 7-11. GOOD VIS.
NNNN

Nachfolgend finden Sie einen Auszug der Navtex Stationen mit Sendezeiten:

Navarea 1 - Nordaltlantik, Nord-und Ostsee

518 kHz (International)

Kennung Station Breite Länge Sendezeiten (UTC) Dist akt
E Niton (GBR) 50° 35' N 01° 18' W 00:40, 04:40, 08:40, 12:40, 16:40, 20:40 270 Ja
G Cullercoats (GBR) 55° 02' N 01° 26' W 01:00, 05:00, 09:00, 13:00, 17:00, 21:00 270 Ja
I Grimeton (SWE) 57° 06' N 12° 23' E 01:20, 05:20, 09:20, 13:20, 17:20, 21:20 300 Ja
J Gislövshammar (SWE) 55° 29' N 14° 19' E 01:30, 05:30, 09:30, 13:30, 17:30, 21:30 300 Ja
K Niton (FRA) 50° 35' N 01° 18' W 01:40, 05:40, 09:40, 13:40, 17:40, 21:40 270 Ja
L Rogaland (NOR) 58° 39' N 05° 36' E 01:50, 05:50, 09:50, 13:50, 17:50, 21:50 450 Ja
M Ostende (GBR) 51° 11' N 02° 48' E 02:00, 06:00, 10:00, 14:00, 18:00, 22:00 150 Ja
O Portpatrick (GBR) 54° 51' N 05° 07' W 02:20, 06:20, 10:20, 14:20, 18:20, 22:20 270 Ja
P Netherlands Coastguard (NLD) 52° 05' N 04° 15' E 02:30, 06:30, 10:30, 14:30, 18:30, 22:30 110 Ja
Q Malin Head (IRL) 55° 22' N 07° 21' W 02:40, 06:40, 10:40, 14:40, 18:40, 22:40 400 Ja
S Pinneberg (DEU) 53° 40' N 09° 48' E 03:00, 07:00, 11:00, 15:00, 19:00, 23:00   Ja
T Ostende (BEL) 51° 11' N 02° 48' E 03:10, 07:10, 11:10, 15:10, 19:10, 23:10 55 Ja
U Tallinn (EST) 9° 30' N 24° 30' E 03:20, 07:20, 11:20, 15:20, 19:20, 23:20 250 Ja
V Vardø (NOR) 70° 22' N 31° 06' E 03:30, 07:30, 11:30, 15:30, 19:30, 23:30 45 450 Ja
W Valentia (IRL) 51° 27' N 09° 49' W 03:40, 07:40, 11:40, 15:40, 19:40, 23:40 400 Ja

 

490 kHz (national)

Kennung Station Breite Länge Sendezeiten (UTC) Dist akt
C Portpatrick (GBR) 54° 51' N 05° 07' W 00:20, 04:20, 08:20, 12:20, 16:20, 20:20 270  
I Niton (GBR) 50° 35' N 01° 18' W 01:20, 05:20, 09:20, 13:20, 17:20, 21:20 270  
L Pinneberg (DEU) 53° 38' N 09° 48' E 01:50, 05:50, 09:50, 13:50, 17:50, 21:50    
U Cullercoats (GBR) 55° 02' N 01° 26' W 03:20, 07:20, 11:20, 15:20, 19:20, 23:20 270  

 

Navarea 3 - Mittelmeer

518 kHz (international)

Kennung Station Breite Länge Sendezeiten (UTC) Dist akt
B Algier (ALG) 36° 44' N 03° 10' E 00:10, 02:10, ..., 22:10 (alle 2 Stunden) 150 Ja
C Odessa (UKR) 46° 29' N 30° 44' E 02:30, 06:30, 10:30, 14:30, 18:30, 22:30 280 Ja
D Istanbul (TUR) 41° 04' N 28° 57' E 00:30, 04:30, 08:30, 12:30, 16:30, 20:30 250-400 Ja
E Samsun (TUR) 41° 23' N 36° 11' E 00:40, 04:40, 08:40, 12:40, 16:40, 20:40 250-400 Ja
F Antalya (TUR) 36° 09' N 32° 26' E 00:50, 04:50, 08:50, 12:50, 16:50, 20:50 250-400 Ja
H Iraklio (GRC) 35° 20' N 25° 07' E 01:10, 05:10, 09:10, 13:10, 17:10, 21:10 280 Ja
I Izmir (TUR) 38° 16' N 26° 16' E 01:20, 05:20, 09:20, 13:20, 17:20, 21:20 250-400 Ja
J Warna (BUL) 43° 04' N 27° 46' E 01:30, 05:30, 09:30, 13:30, 17:30, 21:30 350 Ja
K Kerkyra (GRC) 39° 37' N 19° 55' E 01:40, 05:40, 09:40, 13:40, 17:40, 21:40 280 Ja
L Limnos (GRC) 39° 52' N 25° 04' E 01:50, 05:50, 09:50, 13:50, 17:50, 21:50 280 Ja
M Zypern (CYP) 35° 03' N 33° 17' E 02:00, 06:00, 10:00, 14:00, 18:00, 22:00 200 Ja
O Malta (MLT) 35° 49' N 14° 32' E 02:20, 06:20, 10:20, 14:20, 18:20, 22:20 400 Ja
Q Split (HRV) 43° 30' N 16° 29' E 02:40, 06:40, 10:40, 14:40, 18:40, 22:40 85 Ja
R Rom (ITA) 41° 48 'N 12° 31' E 02:50, 06:50, 10:50, 14:50, 18:50, 22:50 320 Ja
T Cagliari (ITA) 39° 14' N 09° 14' E 03:10, 07:10, 11:10, 15:10, 19:10, 23:10 320 Ja
U Triest (ITA) 45° 41' N 13' 46' E 03:20, 07:20, 11:20, 15:20, 19:20, 23:20 320 Ja
V Augusta (Sizilien) (ITA) 37° 14' N 15° 14' E 03:30, 07:30, 11:30, 15:30, 19:30, 23:30 320 Ja
W Cross La Garde (FRA) 43° 06' N 05° 59' E 03:40, 07:40, 11:40, 15:40, 19:40, 23:40 250 Ja
X Cabo de la Nao (ESP) 38° 43' N 00° 09' E 03:50, 07:50, 11:50, 15:50, 19:50, 23:50 300 Ja

490 kHz (national)

Kennung Station Breite Länge Sendezeiten (UTC) Dist akt
A Samsun (TUR) 41° 23' N 36° 11' E 00:00, 04:00, 08:00, 12:00, 16:00, 20:00 250-400 Ja
B Istanbul (TUR) 41° 04' N 28° 57' E 00:10, 04:10, 08:10, 12:10, 16:10, 20:10 250-400 Ja
C Izmir (TUR) 38° 16' N 26° 16' E 00:20, 04:20, 08:20, 12:20, 16:20, 20:20 250-400 Ja
D Antalya (TUR) 36° 09' N 32° 26' E 00:30, 04:30, 08:30, 12:30, 16:30, 20:30 250-400 Ja
L Constanţa (ROU) 44° 06' N 28° 37' E 01:50, 05:50, 09:50, 13:50, 17:50, 21:50 400 Ja
S Cross La Garde (FRA) 43° 06' N 05° 59' E 03:00, 07:00, 11:00, 15:00, 19:00, 23:00 250 Ja

2. Echolote / Fishfinder

2.1 Frequenzen von Gebern

Herkömmliche Geber von Echoloten und Fishfindern arbeiten auf einer Frequenz von 200 KHz. Die Reichweite liegt dabei bis zu ca. 100 m Wassertiefe. Diese Frequenz bietet in diesem Bereich eine gute Auflösung von Details, relativ genaue Tiefenangaben bei flacherem Wasser und ist weniger störanfällig durch Verwirbelungen am Rumpf bei schneller Fahrt oder durch Seegang. Geber mit geringerer Frequenz wie 50 kHz sind je nach Sendeleistung für größere Tiefen bis zu 1.000m geeignet, allerdings lassen dann Auflösung und Erfassung von Details merklich nach. In der Sportschifffahrt sind diese Tiefenmessungen in der Regel auch nicht erforderlich. Es kommt vielmehr auf einen breiteren Sendekegel an, der den Meeresboden in einem größeren Bereich erfasst. Allerdings ist kein Geber für ein vorausschauendes Echlot geeignet, das sich viele Skipper wünschen. Schwinger auf 83 kHz besitzen einen Sendekegel von ca. 120°, im Gegensatz zu Gebern mit 200 kHz, die nur einen Kegel von 60° erfassen. Die 83 kHz-Geber sind deshalb für Angler und Fischer die bessere Alternative. Interessant sind Fishfinder mit umschaltbaren Schwingern, die je nach Tiefenverhältnissen und Anforderungen für die Navigation umgestellt werden können.

 

3. Datentransfer

Durch die Entwicklung von Navigationselektronik, Einsatz von PCs an Bord und Multifunktionsgeräten ist die zuverlässige Übertragung von Daten zwischen Geräten von entscheidender Bedeutung.  Zum Teil sind Anschlüsse und Stecker nicht immer kompatibel, PCs und Laptops verfügen nur noch über USB-Schnittstellen. Ein Gerät sendet Daten, zum Beispiel die GPS-Position, andere Gerät wie Plotter, Autopilot oder UKW-Geräte müssen diese Daten empfangen können.

Für den Datentransfer von Navigationsgeräten auf Schiffen wurde der internationale Standard NMEA 0183 (National Marine Electronics Association) eingeführt. Dieser wird für die Kommunikation zwischen GPS-Empfängern und PCs sowie anderen Endgeräten genutzt. Er besteht aus einer RS422-Schnittstelle und definierten Datensätzen. Die Datenübertragung erfolgt über ein 2-adriges Kabel (2,0 x 0,25 mm2). Wird zum Beispiel ein PC angeschlossen, muss das NMEA-Datenkabel auf einen SUB-D-Stecker für die serielle Schnittstelle des PC aufgelegt werden. Der Anschluss von GPS-Geräten an PCs macht häufig einen Adapter für den USB-Anschluss erforderlich. Dieser formt die seriellen NMEA-Daten in USB-Format um.

4. Führerscheine / Funklizenzen

4.1 Sportboot Führerschein Binnen (SBF Binnen)

Amtliche Fahrerlaubnis zum Führen von Sportbooten (unter Motor oder Segel/Surfen) unter 15 Meter Länge (ohne Ruder und Bugspriet) auf den Binnenschifffahrtsstraßen, vorgeschrieben für Fahrzeuge unter Motor mit mehr als 3,68 kW (5 PS). Er ist in die Einzelteile Segeln, Surfen und Motor (Antriebsmaschine) unterteilt und kann in jeder möglichen Kombintion der einezelnen Bereiche erworben werden.

Zulassungsvoraussetzungen:

Segeln/Surfen ab 14, Motor ab 16 Jahren.

  • Tauglichkeit: Vorlage „Ärztliches  Zeugnis für Sportbootführerschein-  Bewerber“,
  • Zuverlässigkeit: Vorlage eines  gültigen Kfz-Führerscheines (oder  Führungszeugnisses  / Verzicht  bei Minderjährigen)

Charter:

  • SBF Binnen Motor ist Pflicht für das Chartern von Motor oder Seglyachten im Binnenbereich.
  • SBF Binnen Segeln wird von fast allen Vercharteren für Segelboote oder Sgelyachten im Binnenbereich gefordert.  (Alternativ reicht in der Regel der alte DSV A-Schein)

Empfohlene Lehrmittel:

Bestell Nr.: 271309; Sportbootführerschein Binnen-Motor
Bestell Nr.: 271319; Übungen und Aufgaben Sportbootführerschein Binnen-Motor
Bestell Nr.: 271400; Sportbootführerschein Binnen-Segel/Motor
Bestell Nr.: 271410; Übungen und Aufgaben Sportbootführerschein Binnen-Segel/Motor
Bestell Nr.: 194400; Sportbootführerschein Binnen
Bestell Nr.: 194410; Übungen und Aufgaben Binnen
Bestell Nr.: 194460; Lern-Software Sportbootführerschein Binnen Segel/Motor

4.2 Sportbootführerschein See SBF See

Amtliche Fahrerlaubnis zum Führen von motorisierten Sportbooten auf den Seeschifffahrtsstraßen (3 sm). Vorgeschrieben für Fahrzeuge unter Motor mit mehr als 3,68 kW (5 PS).

Zulassungsvoraussetzungen:

ab 16 Jahren.

  • Tauglichkeit: Vorlage „Ärztliches  Zeugnis für Sportbootführerschein-  Bewerber“,
  • Zuverlässigkeit: Vorlage eines  gültigen Kfz-Führerscheines (oder  Führungszeugnisses / Verzicht bei  Minderjährigen).

Charter:

Ist Pflicht für das Chartern einer Segel- oder Motoryacht im Bereich aud See.

Empfohlene Lehrmittel:

Bestell Nr.: 194420; Sportbootführeschein See
Bestell Nr.: 194430; Übungen und Aufgaben See
Bestell Nr.: 810702; Sportküstenschifferschein und Sportbootführerschein See
Bestell Nr.: 527806; Sportbootführerschein See
Bestell Nr.: 527816; Übungen und Aufgaben Sportbootführerschein See
Bestell Nr.: 810803; Sportküstenschifferschein und Sportbootführerschein See
Bestell Nr.: 206004; Schulungskarte
Bestell Nr.: 194450; Lern-Software Sportbootführerschein See
Bestell Nr.: 702502; Navigations Ausbilduungs Set

4.3 Sportküstenschifferschein SKS

Amtlicher, empfohlener Führerschein zum Führen von Yachten mit Motor und unter Segel in Küstengewässern (alle Meere bis 12 sm Abstand von der Festlandküste).

Zulassungsvoraussetzungen:

ab 16 Jahren.

  • Besitz SBF-See,
  • Nachweis von 300 Seemeilen auf  Yachten in Küstengewässern.

Charter:

wird von fast allen Vercharteren für einer Sgelyachten im See-Bereich gefordert. (Alternativ reicht in der Regel der alte DSV BR-Schein mit dem SBF See)

Empfohlene Lehrmittel:

Bestell Nr.: 810702; Sportküstenschifferschein und Sportbootführerschein See
Bestell Nr.: 810803; Sportküstenschifferschein und Sportbootführerschein See
Bestell Nr.: 194390; Übungen und Aufgaben SKS
Bestell Nr.: 206004; Schulungskarte
Bestell Nr.: 194450; Lern-Software Sportbootführerschein See
Bestell Nr.: 702502; Navigations Ausbilduungs Set

4.4 Sportseeschifferschein SSS

Amtlicher, empfohlener Führerschein zum Führen von Yachten mit Motor und unter Segel in küstennahen Seegewässern (alle Meere bis 30 sm und Ost- und Nordsee, Kanal, Bristolkanal, Irische und Schottische See, Mittelmeer und Schwarzes Meer). Dieser Führerschein ist zum Führen von Sportbooten, die gewerbsmäßig zur Ausbildung genutzt werden, vorgeschrieben.

Zulassungsvoraussetzungen:

ab 16 Jahren.

  •  Besitz SBF-See,
  •  Nachweis von 1000 Seemeilen auf Yachten in küstennahen Seegewässern (nach Erwerb SBF-See) als Wachführer oder dessen Vertreter.

Charter:

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Empfohlene Lehrmittel:

Bestell Nr.: 393603; Sportseeschifferschein
Bestell Nr.: 407992; Übungen und Aufgaben Sportseeschifferschein

4.5 Sporthochseeschifferschein SHS

Amtlicher, empfohlener Führerschein zum Führen von Yachten mit Motor und unter Segel in der weltweiten Fahrt (alle Meere). Dieser Führerschein ist zum Führen von Sportbooten, die gewerbsmäßig zur Ausbildung genutzt werden, vorgeschrieben.

Zulassungsvoraussetzungen:

ab 18 Jahren.

  • Besitz Sportseeschifferschein
  • Nachweis von 1.000 Seemeilen auf Yachten im Seebereich (nach  Erwerb des Sportseeschifferscheins) als Wachführer.

Charter:

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Empfohlene Lehrmittel:

Bestell Nr.: 140510; Sporthochseeschifferschein
Bestell Nr.: 140520; Übungen und Aufgaben Sporthochseeschifferschein

4.6  Fachkundenachweises (FKN) für Seenotsignalmittel nach dem Sprengstoffrecht

Der FKN befähigt den Besitzer zum Erwerb, Umgang und Beförderung von pyrotechnischen Seenotsignalmitteln der Unterklasse T2. Zum Erwerb und Besitz einer Signalwaffe ist zusätzlich der Besitz einer Waffenbesitzkarte (Deutschland) vorausgesetzt.

Zulassungsvoraussetzungen:

Ab 16 Jahren. Besitz eines Sportbootführerschein See, des Sportbootführerschein Binnen oder eines sonstigen anerkannten Befähigungsnachweises zum Führen von Wassersportfahrzeugen

Charter:

Der FKN berechtigt auch zur Charterung einer Yacht, auf welcher sich eine Signalwaffe befindet. Der Vercharterer muss die Waffenbesitzkarte dem Charterer beim Chartern übergeben.

Empfohlene Lehrmittel:

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4.7 UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk (UBI)

Amtliche bzw. amtlich anerkannte Erlaubnis zum Bedienen und Beaufsichtigen einer Schiffsfunkstelle auf Binnenschifffahrtsstraßen. International und unbefristet gültig.

Zulassungsvoraussetzungen:

Zulassung zur Prüfung ab 15 Jahren.

Charter:

Muss der verantwortliche Schiffsführer einer Charteryacht besitzen, wenn das Boot im Binnebereich fährt und mit einer Binnenfunkanlage ausgestattet ist. (Alternativ reicht das alte UKW Betriebsfunkzeugnis oder das alte UKW Sprechfunkzeugniss.)

Empfohlene Lehrmittel:

Bestell Nr.: 140530; Binnenschifffahrtsfunk (UBI)
Bestell Nr.: 194440; SRC + UBI Prüfungsbögen
Bestell Nr.: 218420; UKW Funkzeugnisse SRC und UBI
Bestell Nr.: 218500; Binnenschiffahrtsfunk (UBI)
Bestell Nr.: 218460; Lernsoftware IC-soft 3.0

4.8 Beschränkt gültiges Funkbetriebszeugnis Short Range Certificate (SRC)

Amtliche Berechtigung zur Ausübung des Seefunkdienstes im Weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystem (GMDSS) für UKW (Reichweite bis ca. 35 sm) auf Sportbooten. International und unbefristet gültig.

Zulassungsvoraussetzungen:

Zulassung zur Prüfung ab 15 Jahren.

Charter:

Muss der verantwortliche Schiffsführer einer Charteryacht besitzen, wenn das Boot im See-Bereich fährt und mit einer Seefunkanlage mit DSC-Controller ausgestattet ist. (Alternativ reicht das alte UKW Betriebsfunkzeugnis oder das alte UKW Sprechfunkzeugniss mit GMDSS Erweitereung.)

Empfohlene Lehrmittel:

Bestell Nr.: 194440; SRC + UBI Prüfungsbögen
Bestell Nr.: 218420; UKW Funkzeugnisse SRC und UBI
Bestell Nr.: 140540; Seefunk (SRC)
Bestell Nr.: 218460; Lernsoftware IC-soft 3.0

4.9 Allgemeines Funkbetriebszeugnis Long Range Certificate (LRC)

Amtliche Berechtigung zur uneingeschränkten Ausübung des Seefunkdienstes im GMDSS für UKW, GW, KW und Seefunk über Satelliten auf Sportbooten. International und unbefristet gültig.

Zulassungsvoraussetzungen:

Zulassung zur Prüfung ab 18 Jahren.

Charter:

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Empfohlene Lehrmittel:

Bestell Nr.: 140550; Seefunk LRC
Bestell Nr.: 218480; Seefunk LRC

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