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Sicherheit

1. Rettungswesten
    1.1 Auftriebsklassen
    1.2 Wartung und Pflege von Rettungswesten
2. Sicherheitsausrüstung / MOB-Ausrüstung
    2.1 Persönliche Schutzausrüstung
    2.2 Sicherheitsausrüstung an Bord
    2.3 MOB-Ausrüstung
    2.4. EPIRB und PLB-Seenotfunkbojen
    2.5 Mindestausrüstung für Sportboote
3. Brandschutz und Brandbekämpfung
    3.1 Vorbeugender Brandschutz
    3.2 Feuerlöscher und Feuerlöschanlagen

1. Rettungswesten

Für Rettungswesten und Schwimmhilfen gelten in Europa Normen, die nach der Richtlinie 'Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) der Europäischen Kommission vorgeschrieben sind. Die CEN-Normen oder Euro-Normen (EN) müssen in nationalen Normen wie DIN (Deutsches Institut für Normung) und der internationalen ISO-Norm (International Standardisation Organisation) integriert sein, um einen maximalen, einheitlichen Sicherheitsstandard zu gewährleisten. Die EU-Richtlinien fordern außerdem vom Hersteller eine spezielle Kennzeichnungspflicht mit dem Konformitätskennzeichen CE (Conformité Européenne), das eine Baumusterprüfung von einer unabhängigen und zertifizierten Prüfstelle attestiert. Zusätzlich wird durch das CE-Zeichen bescheinigt, dass das Produkt alle Normen erfüllt und die Herstellung einer permanenten Überwachung unterliegt.

Die Normenreihe DIN EN ISO 12402 teilt Rettungswesten und Schwimmhilfen in 4 Klassen ein (EN 393, 395, 396, 399). Der Auftrieb (Tragkraft) wird in Newton (N) angegeben, die Normen beziehen sich auf die sicherheitstechnischen Anforderungen des jeweiligen Einsatzbereiches.

1.1 Auftriebsklassen

  • 50 N  Schwimmhilfen (DIN EN ISO 12402-5)
    Der Mindestauftrieb der Schwimmhilfen beträgt 50 N. Sie sind nur für geübte Schwimmer in geschützten Revieren und in Ufernähe konzipiert, wo Hilfe zeit- und ortsnah geleistet werden kann. Für unruhige Reviere mit Schwell und Wellengang sind sie nicht geeignet, da sie den Körper ohne Unterstützung des Schwimmers nicht über Wasser halten. Sie sind keinesfalls ohnmachtssicher bei Verletzungen, wenn sich der Schwimmer selbst nicht helfen kann. Für Kinder bis 30 kg Körpergewicht sind sie völlig ungeeignet. 
  • 100 N  Rettungsweste (DIN EN ISO 12402-4)
    Rettungsweste mit eingeschränkter Ohnmachtssicherheit für Erwachsene mit durchschnittlicher Größe und normalem Gewicht. Tragbar in geschützten Revieren, wo schnelle Hilfe erwartet werden kann. Nicht für den Hochseeeinsatz geeignet, da die Auftriebskraft den Körper bei Seegang und mit Bekleidung nicht ausreichend über Wasser hält. Der Körper eines Bewusstlosen wird auch nicht zuverlässig in eine ohnmachtssichere Lage gedreht.
  • 150 N  Rettungsweste (DIN EN ISO 12402-3)
    Der Auftrieb von mindestens 150 N ist ausreichend, um eine durchschnittlich große und schwere Person selbsttätig in eine ohnmachtssichere Schwimmlage zu drehen. Auftriebsvermögen und Konstruktion halten Oberkörper und Kopf sicher über Wasser. Die Rettungsweste ist für alle Gewässer geeignet, auch für Hochseebedingungen. Nur bei extremen Bedingungen und beim Tragen schwerer Wetterbekleidung kann die Ohnmachtssicherheit eingeschränkt sein.
  • 275 N  Rettungsweste (DIN EN ISO 12402-2)
    Rettungsweste für extreme Hochseebedingungen und Personen, die für überdurchschnittliches Gewicht und zusätzliches Ölzeug mehr Auftrieb benötigen. Bei normalen Rettungswesten kann in der Kleidung eingeschlossene Luft oder Seegang der Drehtendenz in eine ohnmachtssichere und stabile Lage entgegenwirken. Der Auftrieb von 275 N gewährleistet auch unter erschwerten Bedingungen eine schnelle Drehung in eine ohnmachtssichere Schwimmlage, bei der der Kopf ausreichend hoch zum Atmen über Wasser liegt.

1.2 Wartung und Pflege von Rettungswesten

Pflege
Obwohl Rettungswesten robust konstruiert sind, funktionieren sie nur bei guter Pflege und Lagerung über Jahre zuverlässig. Wenn Rettungswesten mit Salzwasser in Kontakt gekommen sind, sollte man sie mit Süßwasser sorgfältig abspülen und komplett trocknen lassen. Erst dann kann man sie neu packen und trocken bei ausreichender Belüftung verstauen. Es ist sinnvoll, Rettungswesten nicht im Winterlager an Bord zu lassen, da Luftfeuchtigkeit und Frost Material und Mechanik angreifen können. Wird die Weste längere Zeit nicht gebraucht, die Weste auf einem Bügel geöffnet und leicht aufgeblasen aufhängen. So werden Knicke und Falten im Auftriebskörper vermieden. Die Rettungsweste regelmäßig auf Beschädigungen der Hülle, der Gurte und Verschlüsse kontrollieren, vor allem auf Korrosion an der CO2-Patrone und der Auslöseautomatik achten. Der Check muss auf jeden Fall rechtzeitig vor einem Törn durchgeführt werden, um unter Umständen noch Zeit für Wartung und Reparatur zu haben. Bei automatischen Westen werden CO2-Patrone und Tablette nach Herstellerangaben ausgewechselt, wenn die Weste einmal ausgelöst wurde. Unbedingt den richtigen Patronen-Typ verwenden. Ein Reserve-Set an Bord ist sinnvoll, wenn die ausgelöste Weste während des Törns wieder einsatzbereit gemacht werden soll.

Wartung
Von professioneller und regelmäßiger Wartung ist die Zuverlässigkeit einer automatischen Rettungsweste im Notfall abhängig. Durch Salzwasserklima, feuchten Stauraum oder mechanische Belastungen sind Rettungswesten besonders strapaziert. Schäden durch falsches Zusammenpacken sind nicht immer direkt sichtbar, kaum signifikante Undichtigkeiten in der Auftriebshülle können langfristig durch Falten und Knicke entstehen.

Die Hersteller schreiben in der Regel einen Wartungsintervall von 2 Jahren vor, nach 10 Jahren sollte die Weste jährlich gecheckt werden. Die Einhaltung der Servicefristen obliegt dem Skipper, er trägt die Verantwortung dafür, dass sich die Rettungswesten an Bord in einwandfreiem Zustand befinden. Insofern haftet er auch, wenn im Notfall eine Weste aufgrund mangelnder Wartung nicht funktioniert.

Die Wartung darf nur von zertifizierten Fachfirmen übernommen werden, die nach den spezifischen Servicevorschriften der Hersteller arbeiten. Die Wartung umfasst im wesentlichen:

  • Dichtigkeitsprüfung des Auftriebskörpers
  • Prüfung von Beschlägen, Nähten und Mundventil
  • Funktionsprüfung der Aufblasautomatik und der Handauslösung
  • Austausch von Dichtungen und Tablette
  • Kontrolle der CO2-Patrone
  • Check des Gurtsystems
  • Erneuerung der Prüf-Plakette

Compass bietet einen schnellen, unkomplizierten und zertifizierten Wartungsservice. Die Wartung selbst wird entweder direkt vom Hersteller oder von einer autorisierten Partnerfirma übernommen. Sie können die Weste einfach einsenden mit einem Wartungsauftrag oder direkt im Maritim-Shop Ascheberg oder Hamburg abgeben.

Wartungskosten:

inkl. MwSt., ohne Versand

f2d8c590c143f985c445ecdca3036d76 € 39,95
6ad2a8e8485bda30f44045d60a3c3d0c € 39,95
7e38464428498bd1b8045aa8a797d88e € 39,95
23f35f1d3877450870e703600587cf9c € 49,95
97c1def42a3c8852827fbb10f2866b6a € 49,95
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5188048a1610211a4879fc79bc1b9716 € 39,95
71ca38d1986eeb3a1bf687525cf760a4 € 49,95

Weitere Informationen erhalten Sie von unserer technischen Beratung per E-Mail unter info@compass24.de.

2. Sicherheitsausrüstung / MOB-Ausrüstung

Eine praktikable und einsatzbereite Sicherheitsausrüstung an Bord kann Leben retten und die schnelle Bergung einer Person über Bord erst möglich machen. Für die Sicherheitsausrüstung von Schiffen gelten nationale und internationale Bestimmungen, Richtlinien und Empfehlungen. Hinweise und Aufstellungen über die Ausrüstung von Schiff und Crew finden Sie unter anderen bei

  • SOLAS (international Convention for the Safety of Life at Sea)
  • Kreuzer-Abteilung des DSV
  • Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
  • Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie
  • ADAC (Vorschriften einzelner Länder)

Der Umfang der Ausrüstung richtet sich nach Schiffsgröße, Fahrtgebiet und Anzahl der Crew. Der Ausrüstungsstandard muss auch dem Einsatz, zum Beispiel bei Hochseeregatten, gerecht werden. Unter anderem schreiben die ORC-Regeln für die Teilnahme an Regatten eine bestimmte Sicherheitsausrüstung vor.

2.1 Persönliche Schutzausrüstung

Für die Crew von seegehenden Yachten gelten als Mindestanforderung folgende Ausrüstung:

  1. Für jedes Crewmitglied eine Rettungsweste, möglichst automatisch, die auch mit schwerer Ölzeug-Bekleidung genügend Auftrieb besitzt. Entweder eine 150 N oder optimal eine 275 N-Rettungsweste. Die Rettungsweste muss das CE-Prüfzeichen und eine gültige Prüfplakette besitzen.
  2. Für jedes Crewmitglied eine Lifeline zum Einpicken an Deck. Optimal sind Lifelines mit 3 statt nur 2 Karabinerhaken.
  3. Für Nachtfahrten ein persönlicher Notblitz oder eine Rettungsleuchte, die entweder in der Rettungsweste integriert ist oder am Mann getragen wird.

2.2 Sicherheitsausrüstung an Bord

Bei seegehenden Yachten sollte neben der Ausrüstungspflicht für Navigation und Seemannschaft folgende Ausrüstung zur Rettung und Bergung von Personen im Wasser einsatzbereit an Bord sein.

  1. Rettungsinsel, Größe und Ausrüstung abhängig von Crewstärke und Fahrtgebiet.
  2. Rettungsring oder Rettungskragen mit automatischem Markierungslicht.
  3. Rettungsboje mit Wimpel und automatischem Rettungslicht.
  4. Rettungssystem zur Bergung wie Bergeschlaufe, Rescue Buoy mit Schwimmleine, Lifesling-System, Rettungstalje oder Rettungsleiter.
  5. Seenotsignale
  6. Strecktaue oder Lifelines an Deck vom Cockpit bis zum Bug.

Je nach Seegebiet und Umfang des Törns muss die Sicherheitsausrüstung an Bord erweitert werden: unter anderem mit einer EPIRB-Seenotfunkboje, einem wasserdichten Notfallkanister mit Wasser, Medikamenten, Lebensmittel, Seenotraketen und einem mobilen UKW-Sprechfunkgerät.

2.3 MOB-Ausrüstung

Zwei Faktoren bestimmen die schnelle und sichere Rettung und Bergung einer Person, die über Bord gefallen ist.

  1. Die Person muss permanent beobachtet werden können. Schon nach kürzerer Distanz ist bei Seegang eine Person im Wasser nicht mehr zu erkennen oder wieder zu finden, wenn nicht besondere Ausrüstung die Position markiert und sie von weitem hoch über Wasser sichtbar macht. Dafür geeignet sind hohe Markierungsbojen, die direkt dem über Bord Gefallenen hinterher geworfen werden können. Sie sind als automatisch aufblasbare Danbuoys erhältlich und sind mit Treibanker, Rettungslicht und Signalflagge ausgerüstet. Teleskop-IOR-Bojen bis 3,60 m Höhe und Bleiballast sind noch funktionaler, da sie von Wellen und Gischt nicht aufs Wasser gedrückt werden und immer aufrecht schwimmen. An angebrachten Schwimmleinen können zusätzliche Rettungsmittel wie Rettungsringe befestigt werden.
  2. Die Bergung aus dem Wasser zurück an Bord birgt nach aller Erfahrung die meisten Schwierigkeiten. Schon nach kurzer Zeit können Personen je nach Wassertemperatur sehr schnell unterkühlen, deshalb ist eine schnelle Bergung notwendig. Man muss immer damit rechnen, dass die Person im Wasser verletzt oder bewusstlos ist und nicht aktiv zur Bergung beitragen kann. Moderne Yachten haben einen hohen Freibord, der das an Deck ziehen problematisch macht. Am Heck über die Badeleiter kann die bessere Alternative sein. Auf jeden Fall muss die Person im Wasser zuerst mit einer Leinenverbindung gesichert sein. Lifesling-Systeme, die aus Rettungskragen mit langer Schwimmleine bestehen, sind gute Möglichkeiten. Auch mit Bergeschlaufe mit Leine lässt sich die Person einkreisen und an Deck holen. Eine fertig montierte Rettungstalje ist eine hervorragende Lösung, um über Fall und Winsch auch schwere Personen an Deck zu hieven. Bei moderaten Seegangsbedingungen ist eine Rettungsleiter praktisch, die in Sekundenschnelle am Rumpf ausgebracht werden kann. Jede Ausrüstung macht aber nur dann Sinn, wenn sie auch für den Notfall einsatzbereit an Deck montiert ist. Der Zeitfaktor für die Rettung ist in der Notfallpraxis von entscheidender Bedeutung.

2.4. EPIRB und PLB-Seenotfunkbojen

EPIRB-Funkbojen ( emergency position-indicating radio bacon) sind Funksender, die weltweit im Seenotfall Alarm auslösen und über Satelliten oder auf Notfrequenzen des Flugverkehrs geortet werden können. UKW-Sprechfunk und Tastfunk sind in der Reichweite begrenzt, EPIRBs sind dagegen Bestandteil des GMDSS ( Global Maritime Distress and Safety System) und für den weltweiten Empfang durch Satelliten konzipiert. Die geostationären Satelliten des COSPAS/SARSAT-Systems empfangen das Notsignal der EPIRB mit Positionsangabe und leiten es an Bodenstationen weiter, von denen aus eine Rettungsleitstelle RCC aktiviert wird. Diese organisiert dann Suche und Rettung im Gebiet der aussendenden Boje. Die schnelle Alarmierungszeit von durchschnittlich ca. 1 Stunde gehört zu den wesentlichen Vorteilen des globalen Seenotsystems. Ältere EPIRBS senden ausschließlich auf der Frequenz 121,5 Mhz (Notfrequenz des Luftverkehrs), die nicht Teil des GMDSS ist. Deshalb sind sie für die Hochseeschifffahrt nicht mehr empfehlenswert. Neuere Notfunkbaken arbeiten auf 406 MHz für weltweite Alarmierung und Ortung, mit der zusätzlichen Frequenz 121,5 MHz zum Einpeilen im Nahbereich (Homing). Die EPIRBs lassen sich auch mit individueller MMSI-Kennung sowie Schiffs- und Eignerdaten programmieren, so dass die Rettungsstelle direkt über Schiffstyp und Identität informiert ist.

Notfunkbaken werden entweder manuell oder bei Wasserkontakt automatisch ausgelöst. Hochwertige EPIRBs lösen innerhalb von 60 Sekunden nach der Aktivierung Alarm aus, mit einer Sendedauer von mindestens 48 Stunden, zum Teil bis zu 96 Stunden. Ein 16 Kanal GPS-Empfänger liefert eine Positionsgenauigkeit von ca. 100 m.

Gemäß SOLAS sind EPIRBs für seegehende Schiffe ab 300 BRT und andere ausrüstungspflichtige Schiffe, die zum Beispiel gewerblich Personen befördern, vorgeschrieben. Die Geräte sind kompakt, leicht und wasserdicht, so dass sie auch als Notfallausrüstung in der Rettungsinsel integriert werden können. Die Lebensdauer der Batterie mit bis zu 6 Jahren liegt dabei weit über dem Wartungsintervall einer Rettungsinsel.

Als PLBs (Personal Locator Beacons) werden kleine, mobile EPIRBs bezeichnet, die am Mann getragen werden können und nach dem gleichen Prinzip arbeiten. So kann auch ein Mann über Bord, der damit ausgerüstet ist, Alarm auslösen, wenn zum Beispiel der Notfall an Bord nicht direkt erkannt worden ist. PLBs sind eine sinnvolle und erschwingliche Erweiterung der Sicherheitsausrüstung bei ambitionierten Hochseetörns.

Zu den PLBs gehören auch kleine GPS-Notfallsender wie der Safelink AIS, die über das AIS-Signal Alarm auslösen, mit einer Reichweite von ca. 4 sm. Sie können an der Rettungsweste befestigt werden und lösen mit ihr automatisch aus.

2.5 Mindestausrüstung für Sportboote

Mindestausrüstung für "große Sportboote" nach See-Sportbootbverordnung
Bei gewerblicher Nutzung vorgeschriebenes Zubehör - für Privatyachten ein hilfreicher Maßstab.

Positionslaternen Ankerlaterne Ankerball
Fahrtkegel Nebelhorn Feuerlöscher min. 2 kg Pulver
Log Kompass Handpeilkompass
Radarreflektor Fernglas Handlampe mit Morsetaste
Rettungsring bis 6 Pers. 1x sonst 2x 1 Rettungsweste je Person Rettungsinsel passend zu Anzahl der Personen
4x Fallschirmsignal rot (Nur über den Waffenhandel zu beziehen) 4x Handfackel rot 2x Rauchsignal orange
Flaggen Nationalflagge, "N", "C" Erste-Hilfe-Kasten Anker
Schlepptrosse Bootshaken Wurfleine
Fender min 4x Festmacher min. 4x Kocher
Echolot Weltempfänger Navtex
Barometer Logbuch Seekarten
Seehandbuch Leuchtfeuerverzeichnis (auf Anfrage) Navigationshilfsmittel
Bug- Heckkorb (nicht lieferbar) Reling Außenbordtreppe
Toilette Kojen Wassertank
Kraftstofftank mit Absperrventil Fäkalientank/ -aufbereitungsanlage Treibanker
Werkzeug Leckdichtungsmaterial Feuerlöschanlage im Motorraum
Sturmfock Reffeinrichtung Drahtschere, Bolzenschneider, Kappbeil

 

Zusätzlich für Boote über 12 m Länge

Fahrtstörungslaternen, Bälle (auf Anfrage)
Baumustergeprüfte Schallsignale(auf Anfrage)
DSC-fähige Seefunkstelle
Navigationsanlage (GPS)
zusätzlicher Feuerlöscher min. 2 kg Pulver

 

3. Brandschutz und Brandbekämpfung

Brände und Explosionen an Bord gehören immer zu den häufigeren Unfällen an Bord. Regelmäßige Wartung und Austausch von gealterten Aggregaten und Leitungen verhindern weitgehend eine Gefährdung durch Gasentwicklung und Feuer. Viele Länder schreiben für Yachten gesetzlich offizielle Abnahmen mit Zertifikaten zum Beispiel von Gasanlagen und Sicherheitsausrüstung vor. Auch kleinste, unerkannte Leckagen von Kraftstoff- und Gasleitungen können im Laufe der Zeit katastrophale Folgen haben. Zu den wesentlichen Gefahrenherden an Bord zählen

  • Motoranlage
  • Kraftstoffleitungen
  • Gasanlage mit Leitungen und Herd
  • Heizgeräte, elektrisch, mit Petroleum oder Diesel
  • Kurzschlüsse durch Verbraucher mit hoher Stromaufnahme (Kabelbrände)
  • Ladegeräte und Batterien.


3.1 Vorbeugender Brandschutz

Motoren- und Kraftstoffanlage

  • Absperrventile an Benzin- und Dieseltanks müssen leicht und schnell zugänglich sein. Sie sollten regelmäßig bewegt werden, damit sie sich im Notfall dicht schließen lassen.
  • Tankentlüftungen und Überlauf dürfen nicht verstopft oder korrodiert sein. Auch Diesel in der Bilge besitzt ein zündungsfähiges Potential.
  • Tanks, Motor und Kraftstoffleitungen regelmäßig auf Undichtigkeiten überprüfen. Am besten bei laufendem Motor, um eventuelle Scheuerstellen durch Motorvibrationen feststellen zu können.
  • Optimal ist der Motorraum mit einer automatischen Brandlöscheinrichtung ausgerüstet. Auf jeden Fall sollte in der Nähe ein Feuerlöscher einsatzbereit sein.
  • Installation von Rauchwarngeräten


Gasanlage

  • Durchführung der gesetzlich vorgeschriebenen Prüfintervalle.
  • Regelmäßige Inspektion von Gasleitungen und Herd auf Undichtigkeiten. Entweder durch eine Druckprüfung oder mit speziellem Lecksuchspray. Kuper- und Stahlleitung altern und können durch Vibrationen undicht werden. Fittings und Leitungen sind unter Umständen hoher salzhaltiger Luftfeuchtigkeit ausgesetzt, was zu Korrosion führt. Gerade schlecht zugänglich verbaute Leitungen müssen regelmäßig geprüft und ersetzt werden.
  • Die Dichtigkeit des Herdes an Brennern und Anschlüssen prüfen. Austretendes Gas kann sich zum Beispiel im Backofen sammeln, was beim Zünden zu Verpuffung und Explosion führen kann.
  • Die Installation eines Gaswarngerätes ist unbedingt empfehlenswert. Da sich Gas am Boden des Schiffes sammelt, sollte der Gaswarner möglichst nahe an den Bilgen montiert werden.
  • Bei Gasalarm keine elektrischen Schalter mehr betätigen, alle Bereiche gut lüften, Gasflasche schließen.
  • Die Gasflasche immer schließen, wenn kein Gas mehr gebraucht wird.


Heizgeräte

  • Heizgeräte nur betreiben, wenn Crew an Bord ist.
  • Heizgeräte an Bord sollten einen Notstop haben, der das Gerät bei Überhitzung oder Umfallen ausschaltet.
  • Heizgeräte sollten elektrisch ausreichend abgesichert sein, um Kabelbrände oder Kurzschlüsse zu verhindern. Auch Kabelquerschnitte müssen ausreichend groß sein, um die in der Regel hohe Stromaufnahme sicher zu leiten. Das betrifft auch Heizgeräte , die mit Landstrom versorgt werden.

3.2 Feuerlöscher und Feuerlöschanlagen

Die sofortige Eindämmung eines Brandes an Bord ist von enormer Bedeutung. Kann sich das Feuer ungehemmt ausbreiten, ist es mit Bordmitteln nicht mehr zu beherrschen. Bootsbaumaterial wie GFK und Hölzer besitzt einen hohen Brennwert und produzieren eine enorme Rauchentwicklung. Bei Yachten ist die Rauchgasentwicklung in Verbindung mit kleinen Räumen sehr gefährlich, da durch Raumdurchzündungen der Brand noch beschleunigt wird. Besonders beim Brand von GFK-Yachten wird viel Wärmeenergie freigesetzt, die das Löschen erschweren kann oder den Brand auf die Umgebung übergreifen lässt. Die Ausrüstung mit griffbereiten, geprüften und funktionsfähigen Feuerlöschern an Bord ist erste Ausrüstungspflicht. Je nach Bauart und Größe des Bootes sollten am Motorraum, in der Pantry, im Vorschiff und im Cockpit jeweils ein Feuerlöscher montiert sein. Feuerlöscher müssen nach Angaben der Hersteller regelmäßig geprüft und gewartet werden.

Brände werden in 5 Brandklassen unterteilt. Dem entsprechend können auch unterschiedliche Feuerlöscher an Bord zum Einsatz kommen.

  • Klasse A: Brände fester Stoffe wie Holz, Papier und Textilien.
  • Klasse B: Brände flüssiger und flüssig werdende Stoffe wie Benzin, Öl und Fette.
  • Klasse C: Brände von Gasen wie Methan und Propan
  • Klasse D: Brände von Metallen wie Magnesium und Natrium
  • Klasse F: Brände von Speiseölen und Fetten

Pulverlöscher:
Zugelassen für die Brandklassen A,B und C. Mit schlagartig hoher Löschleistung wird das Feuer erstickt. Pulverlöscher können auch bei Brand elektrischer Anlagen mit bis zu 1.000 V bei ausreichendem Abstand eingesetzt werden.

Schaumlöscher:
Zugelassen für die Brandklassen A und B. Besonders geeignet für den Bordeinsatz bei Oberflächenbränden, da gute Löschwirkung und begrenzte Verunreinigungen.

CO2-Löscher:
Zugelassen für Brände der Klasse B. Die Kohlendioxid-Löscher werden meist in geschlossenen Räumen eingesetzt und löschen durch Verdrängen des Sauerstoffs. Hervorragend geeignet für Elektrobrände und Feuer im Motorraum. Bei Installation einer Feuerlöschanlage im Motorraum sollte dieser allerdings weitgehend gasdicht abgeschlossen sein, sonst kann es zur Ausbreitung des Kohlendioxid im Schiff mit entsprechender Gefährdung der Crew kommen. Bei einem mobilen CO2-Löscher sollte der Motorraum eine zur Spritzdüse passende Öffnung besitzen, an der der Löscher angesetzt werden kann. Eine Öffnung des Motorraums mit vermehrter Sauerstoffzufuhr kann das Feuer wesentlich beschleunigen.

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