Compass Info Service
Antifouling
 
   
   
Wie verträgt sich das vorhandene mit dem neuen Antifouling?
 
 
  VERTRÄGT SICH MEIN NEUES ANTIFOULING MIT DEM VORHANDENEN ANSTRICH?
Der gute Zustand eines vorhandenen Anstrichs ist entscheidend, wenn er für den neuen Anstrich einen guten Haftgrund bilden soll.
BEKANNTES ANTIFOULING
Prüfen Sie die Kompatibilität anhand der Antifouling-Kompatibilitätstabelle. Wenn Sie den Produktnamen des vorhandenen Antifoulings kennen, können Sie schnell herausfinden, ob das gewählte Produkt damit verträglich ist oder nicht.
UNBEKANNTES PRODUKT; SPERRGRUND VERWENDEN
Lose und abblätternde Farbe sorgfältig entfernen. Die Oberfläche mit Frischwasser spülen und trocknen lassen. Wenn der vorhandene Antifoulinganstrich in schlechtem Zustand ist, empfehlen wir, diesen zu entfernen. Verwenden Sie Primocon als Sperrgrund. Primocon wird direkt auf das vorhandene Antifouling aufgetragen, anschließend kann dann das International Antifouling Ihrer Wahl aufgebracht werden.
(dieses System eignet sich für VC 17m® leider nicht)
UNBEKANNTES PRODUKT; ENTFERNEN
Wenn Sie das alte Antifouling entfernen wollen oder müssen, bieten wir Ihnen eine einfache Lösung: Interstrip Abbeizmittel. Interstrip greift GFK nicht an und entfernt in einem Arbeitsgang gleich mehrere Schichten. Nach dem Abbeizen kann der saubere Rumpf grundiert und mit Antifouling gestrichen werden.
 
WICHTIG: Nachdem Sie vorhandene Schichten abgebeizt haben, den Rumpf sorgfältig untersuchen, um eventuelle Schadstellen zu entdecken. Bei GFK-Rümpfen ist es eine Überlegung wert, ob der Rumpf mit Gelshield® 200 oder VC TAR2 vor Osmose geschützt werden soll.
 
   
Antifouling streichen
 
1 Tragen Sie bei der Verarbeitung die empfohlene Schutzkleidung und Schutzbrille. Informationen dazu finden Sie auf den Etiketten. Rühren Sie die Farbe vor der Verarbeitung gut auf. Antifoulings enthalten schwere Inhaltsstoffe, die sich am Dosenboden absetzen können.
2 Am häufigsten werden Antifoulings mit Rolle und Pinsel verarbeitet. Die Verarbeitung mit einem Spritzgerät ist ebenfalls möglich (außer bei Micron ® Optima oder VC 17m ® EXTRA), erfordert aber eine professionelle Ausrüstung.
3
VERARBEITUNG MIT DER ROLLE:
Verwenden Sie für Antifouling eine kurzhaarige Mohairrolle, sofern auf dem Etikett nichts anderes empfohlen wird. Mit einer schmaleren Rolle fällt das Streichen leichter, dauert dafür aber etwas länger.
4
VERARBEITUNG MIT DEM PINSEL:
Verwenden Sie einen möglichst breiten und flachen Pinsel. Die Art des Pinsels spielt keine bedeutende Rolle bei der Verarbeitung eines Antifoulings. Die zu erzielende Oberfläche wird bei Antifoulings nicht so glatt sein, wie es bei Lackfarben der Fall ist.
5 Es ist sehr wichtig, dass die korrekte Schichtdicke aufgetragen wird, selbst wenn dadurch ein weiterer Anstrich erforderlich ist. Jeder Bootseigner trägt Farbe unterschiedlich dick auf; orientieren Sie sich daher an der berechneten Menge, die Sie für Ihre Yacht benötigen. Hilfe dazu bietet die unten abgebildete Tabelle. Normalerweise wird die korrekte Schichtdicke mit zwei Anstrichen erreicht.
6 Tragen Sie eine zusätzliche Schicht in den Bereichen Wasserlinie, Vorkante Steven, Ruderblatt, Kiel und Anströmbereich des Propellers auf. Die stärkeren Turbulenzen in diesen Bereichen führen zu einem schnelleren Abbau des Bewuchsschutzes.
7 Beachten Sie die Hinweise zu den Überarbeitungsintervallen und den Zeiten für das Zuwasserlassen. Die Missachtung dieser Hinweise ist die häufigste Ursache, wenn es zu Abblätterungen von Antifoulinganstrichen kommt. Wasser ist ein sehr aggressives Medium für Farben und darum müssen diese vor dem Zuwasserlassen gründlich durchtrocknen können.
8 Für International-Antifoulings wird überwiegend die Verdünnung Nr. 3 empfohlen. Da dies nicht immer der Fall ist, beachten Sie diesbezüglich die Angaben auf den Etiketten. Wir empfehlen International-Antifoulings nicht zu verdünnen. Bei sehr warmer Umgebung und bei viel Wind ist es aber möglich, bis zu 10% Verdünnung hinzuzugeben, um die Verarbeitung zu erleichtern. Die verwendeten Arbeitsgeräte sollten nach Gebrauch sofort mit Verdünnung gereinigt werden.
 
   
 
   
Wie viel Antifouling benötige ich?
 

Festzustellen, wie viel Antifouling gebraucht wird, ist relativ einfach. Folgend zwei Möglichkeiten die erforderliche Menge zu ermitteln:

  1. Berechnen Sie die Fläche des Unterwasserschiffes. Eine ungefähre Richtlinie für die Flächenberechnung ist: Multiplizieren Sie die Länge über Alles (LüA) mit der Breite (B) und mit 0,85. (LüA x B x 0,85 = Fläche) Dividieren Sie dann die Fläche durch die Ergiebigkeit des gewählten Produkts und Sie erhalten die benötigte Menge pro Anstrich in Liter, oder
  2. Orientieren Sie sich an der folgenden Tabelle:
 
  MOTORBOOT
SEGELBOOT
Länge in der Wasserlinie (Meter) 6,1 7,6 9,1 10,7 12,2 6,1 7,6 9,1 10,7 12,2
Länge in der Wasserlinie (Fuß) 20 25 30 35 40 20 25 30 35 40
benötigte Menge in Liter*
(für Standardprodukte)
4,0 5,0 7,0 9,5 12,0 3,0 4,0 5,5 7,0 9,5
benötigte Menge in Liter*
(für VC Produkte)
3,0 4,0 5,5 7,5 9,5 2,5 3,0 4,5 5,5 7,5
 
* durchschnittliche Menge für 2 Schichten