Compass Info Service
GFK
 
Was ist Osmose | Farbverarbeitung
   
Wie man Osmose erkennt und repariert | Wie man sich vor Osmose schützt | Produktlinie gegen Osmose
 
   
WIE MAN OSMOSE ERKENNT UND REPARIERT
 

DAS HAUPTSYMPTOM SIND "BLASEN" – Blasen sind das deutlichste und häufigste Zeichen für Osmose und sollten unbedingt von einem Fachmann untersucht werden. Die Größe der Blasen reicht von Stecknadelkopfgröße bis hin zu Handtellergröße. Befindet sich in den Blasen eine stechend riechende Flüssigkeit und fühlt sich die Flüssigkeit klebrig/schmierig an, ist das ein sehr sicheres Zeichen für eine Osmose. Bevor mit Sanierungsarbeiten begonnen wird, muss die Ursache für das Auftreten der Osmose ermittelt werden. Wir empfehlen unbedingt, einen erfahrenen Bootsbauer zu Rate zu ziehen.

Nicht immer muss es Osmose sein, wenn Blasen im Gelcoat entstehen. Manchmal entstehen kleine Bläschen oder Schwellungen auf Teilflächen (z. B. Wasserlinie) oder auch auf dem gesamten Unterwasserschiff. Sind diese Blasen sehr hart, schwierig zu öffnen, trocken und fehlt der typische Geruch, handelt es sich kaum um Osmose. Solche Blasen entstehen meistens durch Lufteinschlüsse im Gelcoat. Das ist kein schwerwiegendes Problem, trotzdem sollte vor einer Reparatur der Feuchtigkeitsgehalt des Laminats gemessen werden.

ANDERE WARNZEICHEN, DIE BEOBACHTET WERDEN SOLLTEN:
STERNFÖRMIGE RISSE – optisches Zeichen für die Brüchigkeit des Laminats. Diese Risse entstehen durch mechanische Punktbelastungen und können das Eindringen von Wasser ermöglichen. POREN – sehr kleine Poren im Gelcoat. Sie verringern die Schichtdicke des Gelcoat und erleichtern die Absorption von Wasser.
FREILIEGENDE FASERN – durch das Gelcoat herausragende Glasfasern. Diese Fasern wirken wie ein Docht und Wasser kann durch die Kapillarwirkung in das Laminat eindringen.
UNZUREICHEND GEHÄRTETES GELCOAT – falsches Mischungsverhältnis oder unzureichende Verarbeitungsbedingungen können dazu führen, dass das Gelcoatharz mangelhaft härtet. Die dadurch entstehende Oberfläche ist porös und Wasser kann leicht eindringen.

WAS IST BEI OSMOSE ZU TUN
1 SORGFÄLTIGE UNTERGRUNDVORBEREITUNG
Alle Farben und Anstriche müssen entfernt werden und es muss so viel Gelcoat wie nötig entfernt werden (komplette Gelcoat oder Teilflächen), damit das Laminat trocknen kann. Der erforderliche Umfang sollte vorab mit einem erfahrenen Bootsbauer besprochen werden.
2 TROCKNUNG DES RUMPFES
Der Rumpf muss vor der Beschichtung sorgfältig austrocknen. Dies ist ein sehr wichtiger und kritischer Schritt. Wir empfehlen den Rumpf mehrfach mit Wasser zu waschen und trocknen zu lassen. Das Waschen mit Wasser ist erforderlich, da die vorhandene Salzlösung nicht verdunstet, sondern weiter Wasser aufnehmen wird (Stichwort: hygroskopisch). Der einzige Weg diese zu beseitigen, ist das wiederholte Waschen mit Frischwasser.
3 BESCHICHTEN MIT GELSHIELD®
Das lösemittelfreie Epoxidharz versiegelt das Laminat und tränkt alle trockenen Glasfasern. Es entsteht eine Wasserbarriere, die die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Osmose minimiert.
4 GELSHIELD® 200 AUFTRAGEN
Gelshield® 200 ist als Haftvermittler zum Antifouling erforderlich.

 

EMPFOHLENE ÜBERARBEITUNGSINTERVALLE
TEMPERATUREN GRUNDIERUNG
Gelshield® 200 auf Gelshield® 200
ERSTER ANSTRICH MIT
ANTIFOULING
5°C
10 - 6
10 - 24
15°C
5 - 6
5 - 9
23°C
3 - 6
3 - 7
35°C
2 - 6
1 - 5
ANZAHL SCHICHTEN 5-6 1
LEGENDE: Stunden    Monate
 
 
 
   
WIE MAN SICH VOR OSMOSE SCHÜTZT
 

Vorbeugung ist immer besser als heilen und es ist sehr sinnvoll, ein neues Boot vor dem ersten Zuwasserlassen mit einem bewährten Schutzsystem zu beschichten. Selbstverständlich kann eine vorbeugende Beschichtung auch zu einem späteren Zeitpunkt aufgetragen werden. Ein guter Osmoseschutz wird durch die Beschichtung der Gelcoat mit einer Wasserbarriere erzielt. Viele Werften und Hersteller bieten das Osmoseschutzsystem von International als zusätzliche Serviceleistung an – fragen Sie danach. Ein Osmoseschutzsystem kann einen bereits begonnenen osmotischen Prozess nicht stoppen. Bei älteren Booten sollte daher vor der Beschichtung der Feuchtigkeitsgehalt des Laminats gemessen werden.

SCHRITT PRODUKT GFK ARBEITSZEIT* ÜBERARBEI-
TUNGSZEIT**
Reinigen Yacht Line Super Cleaner JA 1  
Anschleifen   180 2-4  
Grundierung Gelshield® 200 VC Tar2 1 1
3
2
Spachtel Watertite (falls erforderlich) JA   5
Grundierung Gelshield® 200 VC Tar2 3 1
3
2
Haftgrund Gelshield® 200 VC Tar2 1 1
3
siehe Etikett
Antifouling International Antifouling 2-3 1 siehe Etikett
  Gesamte Projektzeit: 2 WOCHENENDEN
* Durchschnittliche Zeit, um einen Anstrich auf ein Boot mittlerer Größe (8m/25 feet) aufzutragen.
 
** Mindestwartezeit zwischen den Schichten oder bis zum nächsten Schritt im Anstrichsystem bei 23°C. Bitte beachten Sie das Produktdatenblatt (erhältlich bei International oder bei yachtpaint.com) für andere Temperaturen.
 
LEGENDE:  
Anzahl der Schichten Nicht für diesen Anwendungszweck verwenden
Stunden Minuten
 
   
 
   
Bewährte Produktlinie für den Kampf gegen Osmose
 
   
OSMOSESCHUTZ


GELSHIELD® 200
Schnelltrocknende
Epoxidgrundierung.
Ab 5°C einsetzbar.
OSMOSESANIERUNG


GELSHIELD®
Lösemittelfreies,
dickschichtiges Epoxidharz.
Versiegelt freiliegendes Laminat.
OSMOSESANIERUNG


WATERTITE
EPOXID SPACHTEL™

Schnellhärtender
2-Komponenten
Epoxidspachtel
OSMOSESCHUTZ FÜR
NEUE/GEBRAUCHTE
RÜMPFE IN GUTEM ZUSTAND
JAJANEIN
OSMOSESANIERUNG JA*JAJA
* Nur in Verbindung mit Gelshield® – lösemittelfreies Epoxidharz.
 
WENN DER RUMPF NEU ODER UNBESCHICHTET IST
1 Die Oberfläche sorgfältig mit Yacht Line Super Cleaner und einer harten Bürste reinigen. Mit Frischwasser spülen und trocknen lassen.
2 Alle Antifoulingreste mit Interstrip entfernen. Die Oberfläche sorgfältig auf Beschädigungen untersuchen. Risse und andere kleine Beschädigungen mit Watertite Epoxidspachtel spachteln. Großflächigere Beschädigungen vor dem Spachteln mit Gelshield® lösemittelfreies Epoxidharz grundieren. Bei großflächigen Beschädigungen muss sichergestellt werden, dass das Laminat noch kein Wasser aufgenommen hat.
3 Das Gelcoat und eventuell gespachtelte Flächen sorgfältig schleifen (Korn 180). Schleifrückstände mit Yacht Line Super Cleaner entfernen
4 Gelshield® 200 im Mischungsverhältnis 3 : 1 (Basis : Härter; nach Volumen) mischen. Mischen Sie nur so viel Gelshield® 200 an, wie Sie innerhalb von 5 Stunden verarbeiten können. Tragen Sie dann die Schichten Gelshield® 200 auf. Beachten Sie dabei unbedingt die Überarbeitungszeiten (siehe Etikett). Gelshield® 200 ist in 2 Farbtönen lieferbar. Das erleichtert Schicht für Schicht die optische Kontrolle. Tragen Sie insgesamt 5–6 Schichten (Gesamtschichtdicke Gelshield® 200: 250 µm) auf. Abschließend kann das Antifouling innerhalb des Überarbeitungsintervalls (siehe Etikett) gestrichen werden.

WENN DER RUMPF BEREITS MIT FARBE GESTRICHEN WAR: BEGINNEN SIE BEI SCHRITT 2.

WICHTIG:
DIE BESCHICHTUNG MIT DEM GELSHIELD® SCHUTZSYSTEM SCHÜTZT VOR SPÄTEREN TEUREN SCHÄDEN!