Ölzeug
 
 
 
   
Ölzeug-Klassen
 
Die richtige Wahl von Ölzeug und Wetterbekleidung ist abhängig von verschiedenen Faktoren. Vor dem Kauf sollte man sich überlegen, unter welchen Bedingungen man überwiegend Wassersport betreibt. Auf welchem Revier segelt man? Wie sind die Wetterverhältnisse? Überwiegt der Wochenendspaß als Freizeitskipper oder unternimmt man auch längere Törns?
Sinnvoll ist, dass funktionelle Wetterbekleidung ein relativ großes Einsatzspektrum abdeckt. Zur besseren Übersicht der Einsatzmöglichkeiten haben wir Ölzeug in 3 Kategorien eingeteilt.
 
 
   
Leichtes Ölzeug und Wetterschutzbekleidung
 
Wer nur gelegentlich in wärmeren Revieren einen Regenschauer oder etwas Wind abhalten will, ist mit leichtem Wetterschutz gut ausgerüstet. Für Segelschüler oder Einsteiger auf Küstenrevieren ist das Ölzeug genauso funktionell wie an Land beim Wandern oder Radfahren.
Das Material besteht meist aus wasserdichtem und windabweisendem Nylon, zum Teil mit einer PU-Beschichtung oder in einer atmungsaktiven Verarbeitung. Die Vorteile: es ist besonders leicht, bequem zu tragen und ideal für das Reisegepäck, da es sich ganz klein zusammenfalten lässt.

Mittelschweres Ölzeug
Diese Qualität wird den meisten Revier- und Wetterbedingungen gerecht. Fahrtensegler, sportliche Chartercrews und Regattasegler auf Binnen- und Küstengewässern sowie im Mittelmeer kommen damit gut zurecht.
Das Material: überwiegend strapazierfähiges Oxford-Nylon oder Polyester, mit wasserdichten Beschichtungen oder einer atmungsaktiven Membran-Technik. Die Nähte sollten vernäht und bandverschweißt sein, damit auch diese Partien bei Dauernässe wasserdicht bleiben.
Für die Bewegungsfreiheit an Bord ist eine gute Passform von Jacke und Hose wichtig. Die Hosen sollten hochgeschnitten sein mit Verstärkungen an Knien und Gesäß.

Schweres Ölzeug
Ambitionierte Hochsee- und Regattasegler brauchen optimalen Wetterschutz auch unter extremen Bedingungen. Deshalb ist schweres Ölzeug aus stärksten Materialien mit atmungsaktiven Membranen aufwändig verarbeitet. Auch bei körperlicher Anstrengung bleibt das Hautklima komfortabel. Innovative Gewebe machen das Ölzeug trotzdem sehr leicht und bequem. Unverzichtbar ist auch eine praxisgerechte Sicherheitsausrüstung mit integriertem Lifebelt und anderen Details.
Compass zeigt eine große Bandbreite von erstklassigem Ölzeug für höchste Ansprüche.

Musto HPX "Offshore"
- Mit dem HPX- und MPX-Ölzeug hat MUSTO eine der bekanntesten und anspruchsvollsten Kollektionen der letzten Jahre entwickelt. Seit 30 Jahren ist MUSTO der anerkannte Spezialist für Schlechtwetterbekleidung.
HPX ist anerkannt einer der atmungsaktivsten und wasserdichtesten Stoffe, er ist eine spezielle Entwicklung von GORE-TEX. Die GORE-TEX Ocean Technology Membran ist hochgradig wirksam. Die microporöse Struktur lässt die Feuchtigkeit ausatmen, von außen kann aber kein Wasser eindringen.

                                              

Auf die Membran sind von zwei Seiten Stoffe laminiert. Außen ein robustes, aber leichtes Nylongewebe, innen ein Schutz gegen Abrieb. Deshalb ist dieses Material auch extrem haltbar und strapazierfähig.
Für ambitionierte Segler sind vor allem die Bewegungsfreiheit und viele Funktionsdetails wichtig. Die neuartig geschnittene Kapuze und Kragen wurden vom Design Council ausgezeichnet. Die vorgeformten Ellenbogen lassen genügend Spielraum bei der Decksarbeit.

 
 
   
Atmungsaktive Wetterschutzbekleidung
 
Moderne Stoffe für Ölzeug und Wetterschutzbekleidung müssen zwei wesentliche Funktionen erfüllen: erstens von außen absolut wasserdicht sein, zweitens aber die Körperfeuchtigkeit nach außen transportieren. Diese Atmungsaktivität kann man mit verschiedenen Verarbeitungstechnologien erreichen.

Beschichtungen
Auf Polyester- oder Nylongewebe wird eine feine Paste aufgestrichen, die mittels chemischer Prozesse wasserdampfdurchlässig gemacht wird. Die verdampfende Körperfeuchtigkeit kann austreten, ohne dass die größeren Wassermoleküle eindringen können. Von Qualitätsherstellern werden nur hochwertige Beschichtungen, meist aus Polyurethan, verwendet, die zuverlässig wasser- und winddicht sowie sehr abriebfest und kältebeständig sind.

Membranen
Die Membran-Technologie ist vor allem unter den Namen Gore-Tex, CompaTex und Sympatex bekannt geworden. Dabei wird eine extrem dünne und empfindliche Folie von innen auf den robusten Außenstoff aufgeklebt. Man spricht von einem Zweilagen-Laminat. Werden Futter, Membrane und Außenstoff miteinander verklebt, erreicht man ein hochwirksames Dreilagen-Laminat. Die Membrane ist absolut wasser- und winddicht, trotzdem aber hochgradig atmungsaktiv. Ölzeug der neuen Generation ist dadurch sehr leicht und weich mit einem hohen Tragekomfort.

Microfaser/Fleece
Die modernen Fleece-Gewebe erreichen ihre Wasserresistenz und Winddichte über die eingebauten ultrafeinen Garne und die enge Webart. Durch Milliarden winziger Luftkammern erhält Fleece seine einzigartige Wärmeisolierung bei gleichzeit extrem geringem Gewicht. Das atmungsaktive Gewebe ist hochbelastbar und trägt sich durch den weichen Griff angenehm auf der Haut. Deshalb ist es bestens als Funktionsunterwäsche geeignet.
 
 
   
Funktionsunterwäsche
 
Unterwäsche aus Microfasern
Moderne Funktionsunterwäsche übertrifft jede Naturfaser wie Baumwolle oder Seide. Nur atmungsaktive Microfasern garantieren, dass der Feuchtigkeitstransport dort beginnt, wo er entsteht: auf der Haut. Das teuerste Ölzeug ist weitgehend sinnlos, wenn dicke Baumwollunterwäsche durchgeschwitzt ist, nicht mehr trocknet und nass auf der Haut liegt.

Je aktiver man ist, desto mehr muss die erste Bekleidungsschicht auf der Haut leisten. Die heutigen High-tech-Stoffe, größtenteils aus Polypropylen, bieten einen hervorragenden Tragekomfort. Sie transportieren den Schweiß von der Haut auf die nächste Bekleidungsschicht und nehmen selbst kaum Feuchtigkeit auf. So bleibt die Haut trocken und warm.

Das alte Vorurteil, "Chemiefasern" seien unangenehm auf der Haut, ist völlig ausgeräumt. Die kuschelweichen Stoffe tragen sich wie feine Baumwolle, haben aber nicht deren Nachteile. Die glatten Materialien fühlen sich kühler an, was besonders bei heißen Temperaturen ein Vorteil ist.

Tipps zum Kauf
Größe und Schnitt sind besonders bei Unterwäsche wichtig. Eng anliegende Wäsche hat den Vorteil, dass sie sich nach dem Anziehen kühl anfühlt. Die Bekleidungsphysiologie nennt das den "Radiatoreffekt". Enge Kleidung mit glatten Faseroberflächen vergrößert die Wärmeabgabefläche der Haut, was besonders an warmen Tagen angenehm ist. Außerdem kann der Schweiß nicht am Körper hinunterrinnen, sondern wird über die Faser nach außen transportiert.
Beachten Sie vor allem die Ärmellänge und die Elastizität der Bündchen. Unelastische Bündchen lassen ein Hochschieben von Ärmeln oder Hosenbeinen kaum zu. Das Hemd sollte mindestens bis zur Gesäßmitte reichen. Aufmerksamkeit verlangen die Nähte: Wenn sie flachgenäht sind, dass die Naht außen und innen sichtbar ist, gibt es keine störenden Berührungen auf der Haut.