Erfahrungen
 
   
IHRE PLASTIMO-RETTUNGSINSEL RETTETE IHNEN DAS LEBEN
 
   
Schiffbruch der "Mr Punch"
 

Morgan 40, Südspanien, September 2001.
"…Wir hatten gerade zu Mittag gegessen ; meine Frau war am Steuerrad. Ich saß im Cockpit, als ich Rauch aus der hinteren Kabine aufsteigen sah. Ich stürzte zum Niedergang, weiter zur hinteren Kabine, die bereits voller beißendem Rauch war. Ich griff nach dem Feuerlöscher, aber es gab keine Flammen.

Der schwarze Rauch war sehr dicht und äußerst heiß (…) und breitete sich schnell am Niedergang aus. Zum Glück hatten wir am Anfang der Saison unsere Rettungsinsel durch eine Plastimo Rettungsinsel für 8 Personen ersetzt. Wir ließen die Rettungsinsel hinab, die sich – Gott sei Dank – sofort aufgeblasen hat. Ich bat meine Frau eindringlich, sofort in die Rettungsinsel einzusteigen. Ich bin noch einmal zurück zum Niedergang, um nach dem Brandausmaß zu sehen, alles war bereits voller Rauch. Da war nichts mehr zu machen, und ich wusste, dass mir nicht mehr besonders viel Zeit blieb, um das Boot zu verlassen.

Ich schnappte mir die Überlebenstasche und rannte zur Brücke, die schon in Flammen stand. Ich warf die Überlebenstasche in die Rettungsinsel und sprang hinterher. Rauch quoll aus allen Luken, "Mr Punch" brannte lichterloh. Ich nahm das Paddel, um mit "Mr Plastimo" außer Reichweite des "Mr Punch" zu kommen. Als ich noch einmal zurückblickte, bot sich mir ein schrecklicher Anblick. Die Luken aus Kunststoff waren geschmolzen, alles stand in Flammen und der Besan-Mast war umgekippt. Immer mehr Rauch stieg auf, und ein paar Minuten später brach der Großmast in sich zusammen.

(…) Wenige Augenblicke später inspizierten wir die Ausrüstung unserer Rettungsinsel ; wir verfügten über Leuchtraketen, Proviant, die See war ruhig und wir waren am Leben ! (…) Plötzlich entdeckte ich ein kleines Motorboot, dass sich in unserer Richtung näherte. Ich feuerte eine Leuchtrakete ab, und das Boot steuerte direkt auf uns zu."

Was lernen wir daraus

  • Sie sollten Ihre gewartete Rettungsinsel immer griff- und funktionsbereit haben.
  • Stellen Sie sicher, dass sie leicht auszulösen ist, und haben Sie stets ein Messer griffbereit.
  • VHF sollte Bestandteil IhrerÜberlebensausrüstung sein.
 
 
   
Schiffbruch der “S/Y Modesty”
 

Ketch, 12 Meter, Rumpf aus Stahl, 11 Tonnen, 7. november 2001.
Route : von Stenungsund (an der schwedischen Westküste) nach Porto Santo (Portugal). "(…) abends frischte der Wind auf. Vor Einbruch der Dunkelheit hatte die Besatzung das Segel bis zu einem Minimum gerefft. Per überprüfte die Pumpe, wunderte sich über den hohen Wasserspiegel und entdeckte schließlich einen Riss neben dem Ruderblatt, der sich allmählich mit der Wellenbewegung des Schiffes vergrößerte.
(…) Der Wasserspiegel stieg sehr schnell, und die Besatzung musste bald einsehen, dass sie das Boot nicht retten konnte. Sie aktivierten die Seenotbake, feuerten einige Seenotraketen ab und bereiteten das Verlassen des Schiffes vor. Die Zeit drängte, und außerdem wollten sie vor Einbruch der Dunkelheit in die Rettungsinsel einsteigen. Sie packten dieÜberlebenstasche : Leuchtraketen, Trinkwasser, VHF, GPS, Reisepässe, Versicherungsdokumente und Erste-Hilfe-Kasten. Ungefähr eine halbe Stunde vor Einbruch der Dunkelheit waren nur noch ca. 40 cm des Rumpfes über Wasser, also höchste Zeit, die Rettungsinsel zu zünden. Per stieg als erster in die Rettungsinsel, danach Ola. Mats sprang als letzter in die Rettungsinsel. Per wollte mit ansehen, wie sein Schiff sank, aber er sah doch ein, -dass die Gefahr, mit hinuntergezogen zu werden zu groß war und kappte das Seil. In einer Entfernung von 100 bis 200 m warfen sie den Treibanker aus. Sie verschlossen die Rettungsinsel, damit kein Wasser eindringen konnte. Trotz einer Windgeschwindigkeit von 22 m/sec. und 4 m hoher Wellen war das Verhalten der Rettungsinsel auf See fantastisch. Die Besatzung verteilte ihr Gewicht gleichmäßig auf die Rettungsinsel, inspizierte deren Ausrüstung und begann, die Bedienungsanleitung zu lesen. (…) Jedes Mal wenn sie jemanden auf dem VHF hörten, feuerten sie eine Seenotrakete ab, wobei sie sorgsam darauf achteten, die Rettungsinsel nicht zu beschädigen. Gegen Mittag hörten sie ein seltsames Geräusch und zündeten daraufhin ein Rauchsignal, das 4 Minuten lang brannte. Ein Flugzeug hatte sie gesichtet und kreiste über ihnen. Die Besatzung weinte vor Freude. Der Pilot teilte ihnen mit, dass ein Schiff zu ihnen unterwegs sei und sie in ca. einer Stunde erreichen werde. Die "Orion" kam näher, in der Rettungsinsel hatten alle die Rettungswesten angelegt und warteten auf ihre Rettung. Mats, der leichteste der Besatzung, richtete sich auf, während die anderen sich verteilten, um die Rettungsinsel im Gleichgewicht zu halten. Mit Lifebelts gesichert kletterte einer nach dem anderen die 4 m lange Strickleiter hinauf. Nach ein paar Tassen Tee, Tellern Suppe und Sandwiches ging es der Besatzung schon besser. Nach einem Gesundheitscheck wurden die ersten Telefonanrufe getätigt."

Was lernen wir daraus

  • Die Offshore Rettungsinsel für 6 Personen war auch bei starkem Wellengang sehr stabil; es ist wichtig, das Gewicht der Besatzung gleichmäßig auf die Rettungsinsel zu verteilen.
  • Die aufblasbaren Plastimo Pilot Rettungswesten waren sehr leistungsfähig.
  • Sie sollten immer genügend Leuchtfeuer- und Seenotraketen in wasserdichten Behältern oder Taschen griffbereit haben. Die "Modesty" sank nur 6 Stunden, nachdem das Leck entdeckt worden war.
  • Die Besatzung hat einen kühlen Kopf bewahrt und konnte somit die erforderlichen Maßnahmen treffen.
  • Als sie in die Rettungsinsel sprangen, waren sie mit 2 langen am Fender befestigten Seilen gesichert, für den Fall, dass sie die Rettungsinsel verfehlen sollten.
 
 
   
Schiffbruch der “Turquoise”
 

März 2004.
"Bei meinem letzten Ausflug nach Madagaskar Anfang März hatte ich gerade den Anker in der Bucht von Madagaskar gesetzt, als ein verheerender Wirbelsturm namens Gafilo aufzog. Wir waren doppelt vertäut mit einem Schleppdampfer und einem Transportschiff, aber unter den starken Windböen, die mehr als 240 km/h erreichten, gab unsere Vertäuung schnell nach. Unser Boot schaukelte hin und her und trieb langsam den Fluss hinauf. Nachdem wir mitten in der Nacht 5 Stunden ziellos umhergesegelt waren, fing sich das Boot endlich in den Mangroven, 15 Meilen von Mahajunga entfernt. Da gerade Ebbe war, riss es die Wurzeln der Mangroven aus dem Boden.

Bei der nächsten Flut entdeckte ich eindringendes Wasser. Ich war vollkommen den Gezeiten ausgeliefert und musste 2 Tage lang Wasser aus dem Boot schöpfen bevor ich beschloss, das Boot zu verlassen. Zu dem Zeitpunkt war das Wasser schon 20 cm über Deck gestiegen.

Ich packte meine Überlebenstasche mit Trinkwasser, Proviant und persönlichen Dingen und brachte meine Rettungsinsel in sichere Entfernung vom Boot, da ich befürchtete, der Mast könnte einstürzen.

So verbrachte ich 4 Tage in meiner Plastimo-Rettungsinsel, gut geschützt gegen die heftigen Regenfälle, gegen Moskitos und Flusskrokodile, und wartete auf Hilfe.

Ein japanisches Boot, das auf der Suche nach vermissten Seeleuten war, entdeckte meine Leuchtraketen. Es schleppte meine Rettungsinsel ab und brachte mich nach Mahajunga zurück.

Die Plastimo Rettungsinsel für 8 Personen, die ich Anfang 2003 gekauft hatte, hat mir das Leben gerettet! Sie war außerordentlich stabil und trotzte Wellen, Zweigen und Baumwurzeln. Ich möchte Plastimo hiermit ein großes Lob für die gute Qualität seiner Rettungsinseln aussprechen.

Die "Turquoise" ist zur Zeit in Reparatur; ich hoffe, dass ich bald wieder zur Erkundung des Indischen Ozeans aufbrechen kann. Natürlich wieder mit einer Plastimo-Rettungsinsel an Bord!"

 
 
   
Schiffbruch der “Vent de soleil”
 

Aluminiumkutter, 14 m.
Zwischen Pitcairns und den Osterinseln. März 2003.
"Es war 7 Uhr morgens. Ich war allein an Bord und auf dem Weg nach Pitcairns und Les Gambiers. Meine Frau hielt nicht viel von langen Überfahrten und zog es vor, ein Flugticket nach Tahiti zu kaufen. Es ging nur ein schwacher Wind und der Schlepp- und der Windgenerator konnten die Batterieaufladung nicht mehr allein bewältigen. Deshalb stellte ich den Benzingenerator ein und ging ins Bad, um mich frisch zu machen.

Wenig später nahm ich einen Feuergeruch wahr und sah dichten Rauch aus dem hinteren Teil des Bootes aufsteigen. Das Feuer war bestimmt im Benzingenerator ausgebrochen und hatte sich durch die Öl- und Treibstoffreserven, die Deckenverkleidung und die Isolierung immer weiter ausgebreitet.

Ich bekämpfte es, so gut ich konnte. Außer den vorgeschriebenen Feuerlöschern hatte ich zwei große Spezialfeuerlöscher, die sich hinten im Boot und damit mitten in den Flammen befanden. Bei dem Versuch, sie aus den Flammen zu befreien, zog ich mir Verbrennungen an Armen und Bauch zu (...).

Ich sah meinen letzten Ausweg darin, mehrere Wassereintrittsöffnungen aufzumachen. Ich entfernte die Borddurchlässe für Log, Tiefenmesser und Seeventil, denn ich dachte, dass das Wasser durch die Bewegungen des Schiffes den Brand löschen könnte. Aber schon bald wurde mir klar, dass es für die "Vent de Soleil" keine Rettung mehr gab.

Die Rettungsinsel war vor dem Mast unter dem Annexe verstaut. Ich ließ beide ins Wasser. Die Rettungsinsel ist schwer und die Bewegungen des Schiffs machten sie nicht gerade leichter. Schließlich konnte ich sie aber doch unter dem Relingsdraht durchzwängen. Sie blies sich sofort auf. Noch blieb ich auf dem Boot, aber das Feuer war nun schon bis zur Kabine vorgedrungen. Ich packte meine Papiere, 2 tragbare GPS, ein Iridium-Satellitentelefon und einen Seeatlas vom Westpazifik in eine wasserdichte Tasche. Außerdem nahm ich ein bisschen Proviant, 2 Pakete Leuchtraketen und einige wasserdichte Taschenlampen mit.

Zurück an Deck, lud ich meine Sachen in das Annexe und in die Rettungsinsel. Außerdem packte ich noch 2 Wasserkanister ein (....). Ich hatte große Angst, dass die Gasflaschen explodieren könnten und entschied, in die Rettungsinsel zu steigen, um ihren Inhalt zu inspizieren.

Ich fahre schon seit 40 Jahren zur See aber ich hatte noch nie eine aufgeblasene Rettungsinsel gesehen. Das war ein großer Fehler, der mich das Leben hätte kosten können! Ich bin ein schlechter Schwimmer und hatte erhebliche Schwierigkeiten, in die Rettungsinsel einzusteigen.

Dank des Iridium-Telefons konnte ich mit meiner Frau Kontakt aufnehmen, die dann die chilenische Marine benachrichtigte. Ich gab in regelmäßigen Abständen meine GPS-Position durch, um die Suche zu erleichtern, die durch das Abtreiben erschwert wurde. Ein Flugzeug von den Osterinseln war über der Region unterwegs. Ich zündete eine Leuchtrakete, damit man mich sehen konnte. (....). Der Umgang mit Leuchtraketen und Rauchsignale setzt eine gewisse Erfahrung voraus. Wieder bereute ich, mich mit der Überlebensausrüstung nicht besser vertraut gemacht zu haben.

Hätte ich Les Gambiers auch erreicht, wenn die chilenische Marine mir nicht einen Tag nach meinem Schiffbruch zu Hilfe gekommen wäre? Das werde ich wohl nie erfahren. Aber eines ist sicher: dass ich telefonieren und mit meiner Frau zusammen meine Rettung organisieren konnte, habe ich besonders der Plastimo Rettungsinsel zu verdanken, die mir einen Zufluchtsort bot, an dem ich einen klaren Kopf bewahren konnte. Die Rettungsinsel ist kein 5-Sterne-Hotel, aber was für ein Komfort verglichen mit einem Annexe! Selbst wenn ich Les Gambiers allein hätte erreichen müssen, hätte mir meine Rettungsinsel Schutz vor Gefahren und einen sicheren Schlafplatz geboten."